Microsoft erhöht die Preise für On-Premises-Server und Power BI

[English]Keine Überraschung für Nutzer von Microsofts Produkten. Redmond erhöht die Preise für seine On-Premises Server-Produkte am 1. Juli 2025 um 10%. Und auch Power BI ist am 1. April 2025 wohl drastisch (bis zu 40 %) teurer geworden, wie ich die Tage las.

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Power BI wird teurer

Zum 2. April 2025 bin ich bei The Register auf den Beitrag Data doesn't lie, but Microsoft's new Power BI prices might make you cry gestoßen. Die Botschaft lautet, dass einige Preisstufen für Microsofts Power BI um bis zu 40 Prozent steigen.

Sollte keine Überraschung sein, auch wenn die neuen Preise ab 1. April 2025 gelten. Ist aber kein April-Scherz, denn die Erhöhungen wurden am 12. November 2024 angekündigt.

Power BI Pro wurde im Abo von 10 US-Dollar pro Nutzer und Monat auf 14 US-Dollar erhöht (40 Prozent). Power BI Premium Per Use (PPU) ist von 20 US-Dollar auf 24 US-Dollar pro Nutzer und Monat angestiegen (20 Prozent).

Bestehende Kunden behalten die bisherigen Preise für ihr Abonnement, bis ihr Vertrag verlängert wird. Neukunden müssen die neuen Preise beim Abschluss eines Abos zahlen. Alles wird teurer und US-Präsident Trump erhöht im Rahmen des "Freedom Day" die Zölle. Bisher sind die Gegenmaßnahmen der EU noch nicht bekannt, aber möglicherweise wird da auch ein "Aufschlag" für solche Abos kommen.

The Register schreibt in seinem Beitrag, dass Kunden jedoch Alternativen hätten. Eine davon sei der Wechsel zu Microsoft Fabric, das über ein kapazitätsbasiertes Lizenzierungsmodell abgerechnet wird und Power BI enthält.

Microsoft weist darauf hin, dass es keine Preisänderungen für Kunden gebe, die Power BI über Microsoft 365 E5 oder Office 365 E5-Abonnements mit jährlicher Laufzeit und jährlicher Abrechnung erwerben. Aber ein E5-Plan ist schon recht teuer und nur für große Unternehmen interessant. Könnte dahingehend interpretiert werden, Kunden zu Microsoft 365 oder Fabric zu treiben. Es gäbe natürlich auch die Möglichkeit, auf PowerBI zu verzichten und andere Lösungen von der Konkurrenz zu verwenden.

Preiserhöhung für OnPremises-Server

Microsoft hat zum 3. April 2025 den Beitrag Licensing and pricing updates for on-premises server products coming July 2025 veröffentlicht (via), in dem Preiserhöhungen für On-Premises Server zum 1. Juli 2025 angekündigt werden.

Microsoft erhöht den Preis für eigenständige lokale Serverprodukte (SharePoint Server, Exchange Server und Skype for Business Server) um 10 %. Microsoft schreibt, dass diese Preiserhöhung durchgeführt werde, "um die laufenden Wartungsarbeiten und Updates für Microsofts On-Premises-Serverprodukte zu unterstützen.

Die Preise für unsere Core CAL Suite und Enterprise CAL Suite, die seit einiger Zeit statisch sind, werden um 15 % bzw. 20 % angehoben. Diese Preisänderungen werden am 1. Juli 2025 in Kraft treten.

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20 Antworten zu Microsoft erhöht die Preise für On-Premises-Server und Power BI

  1. michael sagt:

    Müßte das durch die US-Steuer nicht noch teurer werden?

    Ansonsten völlig gerechtfertigt, da jeder erfahren hat, daß sich Microsoft Produkte kontinuiliert verbessern und sie nahezu Perfektion erreicht habe. Jetzt noch KI onprem und wir haben es geschafft.

    • Günter Born sagt:

      Ich denke, es wird da noch weh tun, wenn die EU Zähne zeigt.

    • TAFKAegal sagt:

      1. Zölle – Ist mehr oder weniger dasselbe (In- Ausland) aber fachlich korrekt(er)

      2.1 Nicht durch die US-Einfuhrzölle! Nur wenn "wir" entsprechende Einfuhrzölle auf entsprechende Produkte/Dienstleistungen aus den USA erheben

      2.2 Die (Einfuhr-)Umsatzsteuer steigt bei 2.1 afaik auch an weil der Zollwert vor der Steuer eingepreist wird (kann aber trotzdem voll abgesetzt werden insofern man dazu berechtigt ist)

  2. Luzifer sagt:

    Hey es tobt ein echter Krieg in der Ukraine und ein globaler Wirtschaftskrieg… was bitte erwarte ihr? Da werden sich noch einige umgucken müssen!
    *in die Vorratskammer schiel und anfang zu lächeln ;-P Be prepared ;-P

    Wartet mal bis Silberlöckchen aus der NATO austritt…

  3. Stefan (AT) sagt:

    Und noch immer keine Informationen was der Exchange SE nun kosten soll und wo oder wie man den lizenziert. Klar, alle sollen in die Cloud.

    • Daniel A. sagt:

      Preise gibt's noch nicht, das stimmt. Aber das "wie muss man lizenzieren" hat MS doch schon vor einiger Zeit bekannt gegeben. https://techcommunity.microsoft.com/blog/exchange/upgrading-your-organization-from-current-versions-to-exchange-server-se/4241305
      Es gibt drei Varianten:
      1. Qualifying cloud subscription licenses for users (for example, Microsoft 365 E3/E5) If you go this route, all users that access Exchange Server SE must have an E3 or E5 license.
      2. License (Server and CALs) + SA for Exchange Server 2016/2019 Maintain SA for usage rights and access Exchange Server SE and updates.
      3. License (Server and CALs) + SA for Exchange Server SE (once released) Maintain SA for Exchange Server SE for usage rights and access to updates.

      Also entweder M365 Lizenzen mit "Extended Use Rights" (E3 oder E5 als Beispiel) für alle Nutzer, Server und Client CALs mit SA für Exchange 2019 oder Server und Client CALs mit SA für den SE, wenn er erscheint.

      • Stefan (AT) sagt:

        Hi, danke für die Info. Szenario 1 ist für uns uninteressant, es soll ja eine Alternative für Exchange Online sein (peislich), wenn ich aber Exchange Online zahlen muss, kann ichs auch gleich nutzen (ja, ich weiß das das die Intention von MS ist). Szenario 2 und 3 ist durch SA eigentlich auch uninteressant da wir bisher unsere Software bei Gebrauchthändlern wie vendosoft gekauft haben. Schade.

        • Daniel A. sagt:

          Deshalb heißt das Ding ja "SE", also Subscription Edition. MS beerdigt die Kauflizenz, am liebsten wäre denen, wie du schon erkannt hast, dass alle EXO nutzen. Der einzige Grund, warum der On-Prem Exchange überhaupt noch existiert ist doch, dass es einige (Groß-)Kunden gibt, die Exchange Online nicht nutzen wollen/dürfen. Und die sind anscheinend groß genug, damit MS die nicht als Kunden verlieren will.
          Wenn du weiter bei Exchange On-Prem bleiben willst oder musst, dann wirst du eine der drei o.g. Methoden verwenden müssen. Ansonsten bleibt dir nur der Wechsel auf ein komplett anderes Nicht-MS Produkt oder das betreiben eines Exchange Servers, der keinen Support mehr hat. Das ist aber absolut nicht empfehlenswert.

    • Olli sagt:

      Das finde ich auch eine unverschämtheit !

      • Stefan (AT) sagt:

        Finde ich auch. Vorallem als Exchange 2019-Kunde. Man kauft eine Software mit der Info das man 10 Jahre Support hat, dann wird der Support einfach mal halbiert, dann heißt es das man mehr zahlen soll für die Patches (die man ja eigentlich mitbezahlt, da eingerechnet) noch was drauflegen und dann wird das als Monatsabo für Patches umgewandelt (ja, die paar neuen Features die da kommen sollen interessieren die meisten User wohl nicht). Da man meist aus dem "Ökosystem" durch die CRM-Hersteller nicht rauskommt bleibt dann wohl nur noch 365.

    • Günter Born sagt:

      Kommt als Info imho im Juli 2025. Vor 14 Stunden gab es einen Post More licensing and pricing information for Exchange SE is now available, der aber auf die Ankündigung der Preiserhöhungen verlinkt.

      • Fritz sagt:

        Ich denke viel wird von der Reaktion auf Trumps "Zollhammer", insbesondere die von der EU favorisierte "Digitalsteuer" abhängen, die dann natürlich direkt an die Kunden weitergereicht wird.

  4. Chris sagt:

    Teurer wird es nur für den Bereich wo man mit PowerBI die Auswertungen auch teilen will.

    Solange man nur für sich selber Auswertungen erstellt, oder alle Benutzer Zugriff auf die Quelldateien haben, kann man sich auch weiterhin mit dem lokal installierten "Power BI Desktop" Version kostenlose Auswertungen erstellen.

  5. Martin B sagt:

    Eins ist klar: höhere Preise bei verkürztem Supportzeitraum bei Kauflizenzen. SE ist Subscription und wird ohnehin superteuer.

    Nennt sich "Monopol" und da kann man eben machen, was man will.

    Neuer Abrechnungsmodus für Unternehmen: "überweisen Sie Ihre Gewinne hier: Finanzamt (50%) und hier: Microsost (50%).

    That's the way others like it.

  6. Fred sagt:

    Preis für Skype for Business wird erhöht? Noch kurz abmelken? Ich dachte, das wird in Kürze eingestellt – oder liege ich da falsch?

  7. Bernie sagt:

    Microsoft erhöht auch die Preise für alle Office-Server und CAL Suites
    Siehe Blogbeitrag von Wolfgang Sommmergut vom 04.04.2025:
    https://www.windowspro.de/news/microsoft-erhoeht-preise-fuer-alle-office-server-cal-suites/05870.html

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