Derzeit gibt es spannende Entwicklungen im Umfeld der KI-Blase. Um die hochfliegenden Pläne umzusetzen, müsste die KI-Branche Rechenzentren ohne Ende bauen, scheitert in den USA aber am Widerstand der Anwohner. Und es gibt noch eine Entwicklung: Firmen müssen ihr KI-Abon kündigen, weil Jahresbudgets binnen Wochen abgefackelt wurden. Sehen wir gerade, wie die KI-Branche mit Karacho gegen die Wand fährt?
Geht es nach den Prognosen oder dem Willen der KI-Apologeten stehen wir vor einem beispiellosen Wandel der menschlichen Arbeitswelt. Große Teile der heutigen Beschäftigten werden nicht mehr gebraucht, wie KI die Aufgaben übernimmt. Auf der anderen Seite müssten zur Umsetzung dieser Pläne KI-Rechenzentren auf Teufel komm raus in die Landschaft gebaut werden.
Ich hatte bereits frühzeitig auf einige Fehler in solchen Gleichungen hingewiesen, und unter anderem den Finger auf den wunden Punkt "Energieverbrauch" gelegt. Der prognostizierte Energieverbrauch der KI-Rechenzentren übersteigt alles, was Regionen und Länder überhaupt leisten können. Auch die Wirtschaftlichkeit der KI-Investitionen hatte ich mehrfach in Frage gestellt.
Ausbauflaute bei KI-Rechenzentren
Die am Beitragsende verlinkten Artikel geben einen Abriss dieser Aspekte. Im Beitrag Sehen wir gerade erste Zeichen, dass die AI-Blase platzt? hatte ich Anfang 2026 konstatiert, dass das aktuelle Jahr essentiell für das "Fortbestehen der KI-Branche" sei. Damals deutete sich an, dass der Rechenzentrumsbau in den USA stark gebremst wird und zum Erliegen kommen könnte.
- Astronomische Preissteigerung bei der Hardware sowie fehlende Handwerker haben die hochfliegenden Pläne an der harten Realität zerschellen lassen. Inzwischen bezahlt jeder Verbraucher, der sich Smartphones oder Rechnerhardware zulegen will, die KI-Zeche über drastisch gesteigerte Hardware-Preise.
- Vor zwei Jahren hörte man noch von phantastischen Plänen von Firmen wie Microsoft, die den Energiebedarf der KI-Rechenzentren ab 2028 mit Fusionskraftwerken decken wollten. Die Tage lese ich, dass die Firmen ihre CO2-Klimaziele kassieren, weil die Emissionen längst jegliches vernünftige Maß übersteigen. Und Anrainer von KI-Rechenzentren in den USA machen die unangenehme Erfahrung, dass sie die Zeche über höhere Stromkosten zahlen.
Aber nun gibt es eine weitere spannende Erkenntnis. Vor ca. zwei Wochen ging eine Meldung durch die Presse, dass ein vom US-Konzern Edgeconne geplantes (KI-)Rechenzentrum im hessischen Maintal erst einmal auf Eis gelegt hat. Hintergrund waren Proteste und ein Votum der lokalen Politik gegen das Projekt in der geplanten Form. Golem hat es zufällig die Tage in diesem Artikel nachbereitet – typisch deutsch, einfach gegen alles dagegen?
Das Wasserproblem
Es waren eine Reihe Tweets, die mir Anfang Mai 2026 von einem Kanal Rainmaker1973 unterkamen, die mich aufmerken ließen. Den Kanal verfolge ich seit Jahren und der Betreiber hatte mit KI nichts am Hut. In einem ersten Tweet wurde der Vorfall thematisiert, dass ein im Bau befindliches Rechenzentrum in Fayetteville, Georgia, heimlich rund 113 Millionen Liter Wasser über zwei nicht genehmigte Industrieanschlüsse entnommen habe, von denen der örtliche Versorgungsbetrieb nichts wusste. Ein Anschluss war ohne Genehmigung installiert worden, der andere war nicht mit einem Abrechnungskonto verknüpft. Golem hatte dies zum 12. Mai 2026 im Beitrag Rechenzentrum bezieht unbemerkt Millionen Liter Wasser aufgegriffen.
Die Tagesschau hatte bereits Mitte März 2026 das Thema Kühlwasser für Rechenzentren im Beitrag Umweltschäden in den USA: Wie Rechenzentren Utah trockenlegen berichtet.
Und das Energieproblem
Und dann gibt es noch das Energieproblem: Wo soll der Strom für den Betrieb der gigantischen Rechenzentren her kommen? Nachfolgender Tweet stach mir ins Auge, weil er ein riesiges neues Hyperscale-Rechenzentrumsprojekt namens "Stratos" in Box Elder County in Utah thematisiert. Das Rechenzentrum soll nach Planungen bis zu 9 Gigawatt Strom benötigen – mehr als doppelt so viel wie der gesamte Stromverbrauch des gesamten Bundesstaates.
Der Tweet versucht es plastisch darzustellen: Das sei täglich die Energiemengen von 23 Atombomben, die in Utah im Rechenzentrum in Abwärme umgesetzt werde. Der Tweet zitiert Robert Davies, Physikprofessor an der Utah State University, nachdem die Anlage zusätzlich 7 bis 8 Gigawatt Wärme erzeugen würde. Dies bedeutet eine Gesamtwärmeleistung von rund 16 Gigawatt an einem einzigen Standort. Die lokalen Temperaturen könnten tagsüber um etwa 2,8 °C und nachts um erstaunliche 15,6 °C steigen, und das in einem bereits sehr heißen Gebiet.
Einerseits sind Rechenzentren das Rückgrat der künstlichen Intelligenz, werden sie doch für jede KI-Abfrage, jedes Bild und jeden Trainingslauf unverzichtbar. Das Stratos-Projekt wirft nun eine entscheidende Frage auf: Kann die gewaltige Infrastruktur hinter der KI ausgebaut werden, ohne die Gemeinden und Landschaften, in denen sie errichtet wird, nachhaltig zu verändern und zu überlasten?
USA: Rechenzentren werden politisch gestoppt
Die Antwort auf diese Frage wird in den USA immer häufiger mit Nein beantwortet. Ich bin im gleichen Zeitraum auf folgenden Tweet gestoßen, der gestoppte Rechenzentrumsprojekte in den USA thematisiert.
Mit der Notwendigkeit, die lokalen Stromnetze und die Wasserversorgung zu schützen, als Begründung, wehren sich immer mehr Städte, Landkreise und Gemeinden vehement gegen das explosive Wachstum von KI-Rechenzentren.
Die Gemeinden sind alarmiert über den massiven Ressourcenbedarf dieser Anlagen: enormer Stromverbrauch, Millionen Liter Wasser für die Kühlung, steigende Versorgungskosten, ständiger Lärm und der Verlust der lokalen Kontrolle über die Landnutzung. Was einst als wirtschaftliche Entwicklung begrüßt wurde, löst nun heftige Debatten über Nachhaltigkeit und Lebensqualität aus.
Mindestens 69 Behörden in den Vereinigten Staaten haben Beschränkungen oder sogar vollständige Moratorien für den Bau neuer Rechenzentren erlassen – vier dieser Verbote wurden dauerhaft verordnet, heißt es in obigem Tweet. Der Wendepunkt sei durch Michigan getriggert worden, wo ein riesiges KI-Rechenzentrumsprojekt, das von OpenAI und Oracle unterstützt wurde, trotz starker lokaler Opposition genehmigt wurde. Die Entscheidung löste einen Dominoeffekt aus, und benachbarte Städte beeilten sich, eigene Verbote zu erlassen, um ähnliche Entwicklungen zu verhindern.

Obiger Tweet weist auf eine ganz spannende Gallup-Umfrage in den USA hin. Die KI-Infrastruktur könnte bei den diesjährigen Kommunal- und Landtagswahlen zu einem wichtigen Wahlkampfthema werden, und Politiker, die sich für Rechenzentren in ihrer Region einsetzen, gehen damit wahrscheinlich ein politisches Risiko ein.
Während die Tech-Giganten um den Bau der für fortschrittliche KI erforderlichen Infrastruktur wetteifern, stoßen sie zunehmend auf Widerstand von Gemeinden, die nicht bereit sind, ihre Umwelt und Ressourcen für die Expansion von Unternehmen zu opfern. Auch The Register hat das Energieproblem kürzlich in diesem Artikel angesprochen. Und wie es der Zufall so will, n-tv hat die Entwicklung die Tage im Beitrag Ruf nach Regulierung: In den USA rollt eine Wutwelle gegen KI aufgefangen. Wut-Bürger in den USA? Die digitale Revolution kollidiert nun mit der Realität, und das nicht in Deutschland, sondern in den USA mit seinen angeblich grenzenlosen Möglichkeiten.
In diesem Tweet wird Goldman Sachs zudem zitiert, dass die KI bereits jeden Monat rund 16.000 Arbeitsplätze in den USA vernichtet. Die größten Verlierer seien Arbeitnehmer der Generation Z, da Unternehmen einfache Bürojobs zunehmend mit KI automatisieren. Da wird eine Generation an "Verlierern am Job-Markt" heran gezüchtet, die sich gegen die KI-Protagonisten stellen wird. Keine guten Aussichten.
KI-Kosten fliegen Firmen um die Ohren
Und es gibt noch eine Entwicklung, die die letzten Tage bekannt wurde, die zeigt, dass die KI-Blase so langsam auf einen Knall zu rast. Auf n-tv las ich die Tage in diesem Artikel, dass US-Unternehmen wie Amazon und Meta ihre Mitarbeiter dazu drängen, KI auf Teufel komm raus zu nutzen, koste es, was es wolle. Führt dazu, dass Mitarbeiter ihre Mails mit KI sortieren lassen, um den Nachweis der KI-Nutzung gegenüber dem Arbeitgeber zu erbringen. Erzeugt gigantische Kosten, die den Unternehmen auf die Füße fallen, was nachfolgender Tweet thematisiert.

Der freundliche Herr unten auf dem Foto ist doch der, der immer erzählt, dass die Anwender doch tunlichst KI in Microsoft-Produkten nutzen sollen, weil sonst die Welt untergeht. Auch in seinem Unternehmen der nette Herr Nadella seinen Microsoft-Mitarbeitern einen strammen KI-Kurs verordnete , wer nicht spurt, kann gehen.
Geht aber ins Auge, wie wir gerade lernen. The Next Web fasst es hier zusammen: Im Dezember 2025 teilte Microsoft Tausenden seiner Software-Entwickler, Produktmanager und Designer mit, dass sie "Claude Code", den Befehlszeilen-Codierungsagenten von Anthropic, auf Kosten des Unternehmens nutzen dürften. War ein voller Erfolg, das Tool setzte sich bei Microsoft durch.
Microsoft wird die meisten internen Lizenzen für Claude-Code von Anthropic bis zum 30. Juni 2026 kündigen. Die Nutzer müssen auf die eigene GitHub Copilot CLI umsteigen. Tieferer Grund sind (hinter vorgehaltener Hand) die steigende tokenbasierte Kosten durch die Nutzung.
Als Referenz wird die Mitteilung des CTO von Uber genannt. Dieser hatte kürzlich mitgeteilt, dass das Unternehmen sein gesamtes KI-Budget für 2026 bereits in nur vier Monaten aufgebraucht habe. Zurückgeführt wurde das auf die intensive Nutzung von Claude durch Tausende von Entwicklern. Andererseits stellt Microsoft bei GitHub seine Copilot-Nutzung ab dem 1. Juni auf eine nutzungsbasierte Abrechnung mit höheren Token-Preisen um (siehe Microsoft stellt GitHub Copilot ab Juni 2026 auf "Token-based" Billing um).
Das ist bislang deutlichste Anzeichen dafür, dass die Wirtschaftlichkeit der KI-Programmierung für Unternehmen bei den aktuellen Token-Preisen nicht funktioniert. Obiger Tweet thematisiert die Entwicklung und zitiert Anthropic CEO Dario Amodei, der prognostiziert, dass die Hälfte aller Claude-Code-Abonnements in den nächsten 6 bis 12 Monaten komplett wegfallen könnte. Heißt, dass die schönen Modellrechnungen, dass mit viel AI-Klimbim die Produktivität steigt, gerade pulverisiert wird. Es steigen nur die Kosten und die Risiken.
Der Vizepräsident für angewandtes Deep Learning bei Nvidia räumte ein, dass die Rechenkosten für sein Team mittlerweile weit höher sind als die tatsächlichen Gehälter seiner Mitarbeiter. Die Banker der Wallstreet glaubten, dass KI-Chips die Kosten dieses Problem automatisch lösen. Aber die KI-Agenten laufen diesem Ansatz entgegen. In diesem Tweet wird Gartner zitiert: Selbst wenn die Preise pro Token bis 2030 um 90 % fallen sollten, werden die Gesamtkosten für Unternehmen weiter steigen. Grund ist, dass aktive KI-Agenten kontinuierlich laufen und riesige Konversationsverläufe erneut senden. Dadurch erhöht sich der Token-Verbrauch pro Aufgabe bis zu 30-fach.
Sieht nach einer harten Bruchlandung für die Firmen aus. Und wenn diese Kennzahlen nicht stimmen, sieht es mit der Erzählung der gigantischen Investitionen in KI, die sich ja rechnen sollen, auch nicht mehr so rosig aus – obwohl Realisten schon immer die Zahlen und Ertragsmodelle der KI-Protagonisten angezweifelt haben.
Artikelreihe:
KI-Splitter #1: Die Enzyklika von Papst Leo XIV
KI-Splitter #2: Fährt die Branche mit Karacho gegen die Wand?
KI-Splitter #3: Microsoft hat die KI-Welle verpasst
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Verantwortungsvoller KI-Einsatz: Code of Conduct "Demokratische KI"; Governance und Abwägung gefordert







MVP: 2013 – 2016





>> Fährt die Branche mit Karacho gegen die Wand?
Vielleicht ist es am Ende des Tages für uns alle besser so …
Hab letztens einen Bericht über chinesische Firmen gesehen …
Die fordern ihre Mitarbeiter neuerdings auf, jeden Gedanken zu dokumentieren, damit man KIs trainieren kann …
Aus meiner Sicht ein unbedingtes Muss.
KI ist nicht grundlegend schlecht. In dessen aktueller Anwendung ist wie Crystal Meth. Es verspricht alles, was du dir wünscht, inkl. Freiheit vom Denken.
Ich gehe davon aus, dass viele diesen Zusammenbruch der KI wirtschaftlich spüren werden, aber die KI muss erheblich zurückgeschnitten werden.
KI ist nicht schlecht, aber zum Teil extrem ineffizient…
Egal ob Claude, ChatGPT oder welches Modell auch immer, sobald es komplexer wird verbrennt man 50-75% seiner Token damit die KI Modelle anzuweisen seine eigenen Fehler zu korrigieren, oder doch bitte wieder Funktionen einzubauen, die das Modell im Zuge von Korrekturen unter den Tisch hat fallen lassen. Manchmal beschleicht mit das Gefühl, das die Modelle darauf trainiert sind Fehler zu machen um den Tokenverbrauch und damit den Umsatz zu erhöhen.
Interessanter Text hierzu: "The Efficiency Moat: Why China Is Beating the U.S. on AI":
https://www.thebignewsletter.com/p/the-efficiency-moat-why-china-is
Die Ineffizienz passt in das System, aber eben nur für die USA. Fand ich einen interessanten Gedankengang.
Bitte WAS? Die erzeugen mit 9 GW elektrischer Leistung 16 GW Abwärme? Ernsthaft?
Man könnte jetzt anfangen, zu rechnen – oder man nimmt sich die Berechnungen von Davis. Er postuliert, dass die 9 GW elektrische Leistung fast vollständig in thermische Leistung umgesetzt werden. Postuliert man nun noch 55% Wirkungsgrad zur Erzeugung des benötigten Stroms durch Gaskraftwerke, landen wir bei einer 16–17 GW thermische Eingangsleistung (Brennstoffenergie). Ok?
Da gehe ich mit, den Wirkungsgrad von Gaskraftwerken hatte ich jetzt außer Acht gelassen. Mir schwebten da eher moderne kleine Reaktoren vor, von denen ja in letzter Zeit immer die Rede ist. Wobei aber auch die nur einen begrenzten Wirkungsgrad haben und ein entscheidendes Problem nicht lösen können: Niemand will sowas in seiner Nähe haben — weder RZs, noch Kraftwerke (egal ob Gas, Kohle, Atom, Wind, Solar). Also baut man sowas wenn überhaupt irgendwo im Nirgendwo und hat dann das Problem, dass die überschüssige thermische Energie nicht vernünftig anderweitig genutzt werden kann und ungenutzt in die Atmosphäre geht.
Das klang im Artikel nur im ersten Moment nobelpreisverdächtig — ich wandle mit Hilfe eines RZs 9 GW elektrische Leistung direkt in 16 GW thermische Leistung.
Und das "in letzter Zeit immer Reden über moderne kleine Reaktoren" ist einfach nur ein Pfeifen im Walde, um sich nicht der mit aktueller Politik derzeit unlösbaren Realität des gigantischen Energiebedarfs stellen zu müssen.
Etwa die "kleinen Reaktoren", von denen weltweit gerade "ein paar" experimentelle Exemplare gebaut werden?
Die kRen, die sich ab ein paar 1000 Installationen *vielleicht* rechnen könnten?
Die kRen, bei denen (natürlich) die Endlagerungsprobleme nachwievor genauso ungelöst wie bei Großanlagen?
Tipp, die Idee gab es schon sehr früh, allerdings hat sie sich einfach nicht durchgesetzt, weil 1000 Kleinanlagen halt kaum vernünftig gesichert werden können und es effektiv kaum machbar ist, dort die notwendige Kontrolldichte zu erreichen.
Sorry, aber die pure Idee für sich ist vollständiger und kompletter bulls**t.
Einige glauben leider den Unfug, der seitens Politikern dazu mit einem gewollt diffusen Subtext, solche "moderne kleine Reaktoren" wären quasi marktfertig, verbreitet wird.
Jetzt müsste man sich mit Wärmewirtschaft auskennen und wie und wo Chips Energie "verbrauchen" – denn sie ist ja nicht weg, sondern nur umgewandelt.
"Rechenleistung" jedenfalls ist keine Energie, sondern die Anzahl Zustandsänderungen pro Zeit in einem Chip. Dafür braucht der Chip die Energie, denn ausgerechnet im Umschaltvorgang zwischen "High" und Low" braucht so ein Feldeffekt-Transistor-Gatter die meiste Energie. (Kannst du wahrscheinlich in Wikipedia in Fachartikeln zu CMOS-Gattern nachlesen: In einem CMOS-Gatter bestehend aus 2 Feldeffekttransistoren ist immer einer sperrend und einer leitent, dann fließt kein "Querstrom", im Umschaltvorgang sind beide im Durchgang von Souce nach Drain und verbrauchen Strom. Das heißt, die Wärmeleistung entsteht während der Schaltvorgänge, je schneller der Takt ist, um so mehr. Und die elektrische Leistung wird zu 100% in Wärmeleistung umgewandelt.
Jetzt muss man diese Wärme aber weg bekommen, und das machst du mit Kühlung, idealerweise effiziente Wärmepumpen, oder Radiator mit Lüftern. Da muss man auch nochmal 1/3 bis 1/1 elektrische Energie reinstecken, um das Kühlmittel wieder soweit herunter zu kühlen, dass man es wieder zum Kühlen verwenden kann.
Eigentlich ist das total ineffizient, wenn man die Wärme nirgends brauchen kann.
Das Problem ist dass es zu wenig warm ist. Wäre es konzentrierte Hitze, könnte man die Energie ja für einen Hochofen nutzen.
Es würde reichen, damit ganz viele Häuser, Büros, Schwimmbäder usw. zu heizen. Aber die Fernwärmenetze hierzulande reichen meistens nicht bis in die Industriegebiete, wo die Rechenzentren stehen.
Theoretisch klingt das gut, aber gerade hierzulande hast du das Problem, dass die allermeiste Wärme nur in der kalten Jahreshälfte benötigt wird. Wir können ja die Rechenzentren im Sommer schlecht ausschalten, nur weil die Fernwärmenetze da nur einen Bruchteil des Wärmebedarfs haben.
Sieht eher nach einem unglaublichen Erfolg für die KI Firmen aus.
Es schaffen nicht viele Firmen, Produkte zu bauen, die eine derart hohe Nachfrage haben, dass diese auf fundamentale Art nicht bedient werden kann.
Natürlich hat ein dermassen starkes Wachstum auch zur Folge, dass manche Business Pläne nicht aufgehen werden.
Das Problem an der Sache ist ja, dass die Nachfrage nicht existiert. Die "Nachfrage" basiert größtenteils auf Deals zwischen den Unternehmen, die nicht erfüllt werden können, sowie auf der erzwungenen Nutzung von AI-Slop in Anwendungen, die einfach ungefragt im Hintergrund AI benutzen. Wenn LLMs und Agents von jetzt auf gleich aufhörten zu existieren, würde für die meisten Anwender nicht die Welt untergehen, wie es die AI Branche gerne hätte, es würde vermutlich die wenigsten überhaupt interessieren. Solange man ins Handy reinreden kann, um Informationen zurückzubekommen, ist alles gut, und das konnte man auch vorher. Es war nur deutlich weniger salonfähig.
Naja, wenn bspw. VW alle Elektroautos für 2000€ "verkaufen" würde, dann könnten sie die Nachfrage auch nicht bedienen. Geschäftsmodellmäßig ist das vergleichbar mit der aktuellen KI-Nachfrage: https://isaiprofitable.com/
Klingt alles nach einem totalen Wahnsinn. Und sieht irgendwie nicht gut aus für die USA.
In Maintal stößt das ambitionierte Projekt für den Bau eines Rechnezentrums durch den US-amerikanischen Konzern Edgeconnex auch auf massive Anwohnerproteste.
Energieversorgung durch ein zusätzlich benötigtes Gaskraftwerk, wobei durch den Betrieb erhöhter Lärm und CO2 Ausstoß befürchtet werden.
Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/rechenzentrum-in-maintal-proteste-bringen-projekt-ins-stocken-v2,maintal-rechenzentrum-gestoppt-100.html
Deutschland will ja auch zurück ins Mittelalter, z.B. durch wetterabhängige Stromerzeugung.
Das ist natürlich ein sinnloses Unterfangen und daher ist es auch nicht tragisch, wenn wir die Moderne auslassen.
Was schwafelst Du da für einen Humbug?
Setz Dich doch mal bitte mit dem Thema auseinander und plappere nicht so
unsinniges Stammtischgelaber nach!
Nun, mir hat auch noch niemand erklären können, wo denn der klimaneutrale Strom für all die Elektroautos und Wärmepumpen herkommen soll, und wann und wo die mehreren hunderttausend „gigantischen" Batteriespeicher, die benötigt werden, um auch längere Phasen mit zu niedriger Stromerzeugung zu überbrücken, und von denen einzelne Exemplare gelegentlich in der Presse gesichtet werden, gebaut werden sollen. Ganz abgesehen von den > 5 Billionen Euro, die das ganze kosten würde.
Von daher kann ich seine Skepsis gut verstehen.
Aber das wird jetzt OT.
Eigentlich nur eine Zeitfrage, bis Elektroauto Eigentümer mit eigener Ladestation dazu verdonnert werden, die Elektroautos bei Nichtnutzung angeschlossen als Batteriespeicher zur Verfügung zu stellen.
"Ja, aber, undenkbar, Akku nimmt Schaden" usw., wartet es einfach ab.
Mit dem Thema beschäftigen!
Ganz kurz, es hängt am Netzausbau
und schau "Deutschland von oben" wie viele Dächer noch "brach" liegen.
Habe ich. Sogar recht intensiv. Und anders als viele andere — Anwesende selbstverständlich ausgenommen — kann ich rechnen. Zum Beispiel, dass in China mit Kohlestrom gefertigte Solarpanel (ich nehme an, die willst Du auf den Dächern installieren) in erster Linie dem Verschieben von CO2-Emissionen nach China und nur zu einem kleinen Teil der Ausstoß-Reduktion dienen. Also nicht einmal annähernd klimaneutralen Strom produzieren.
Was mich dann aber auf eine Idee gebracht hat, wie Deutschland ohne größere Kosten seinen CO2-Ausstoß tatsächlich deutlich verringern kann: Wir verkaufen das Land, auf dem unsere Kraftwerke stehen, an China, oder meinetwegen auch an Indien, und pachten es dann langfristig zurück. Der CO2-Ausstoß der Kraftwerke fällt dann logischerweise nicht mehr in Deutschland an, sondern in China (oder eben Indien).
Genial, oder?
Bei so viel Meinung bleibt halt wenig Platz für Fakten im Beitrag.
Genial ist ja, dass ausgerechnet China im eigenen Land weltweit die meisten Solarparks und Windparks baut, um aus der Verbrennung fossiler Energieträger raus zu kommen. Was glaubst du denn eigentlich, warum China die "seltenen Erden" so zurückhält? Weil sie massig eigene Pufferbatterien überall für die Erneuerbaren Energien aufstellen…
Ist ja auch gut und sinnvoll.
Aber auch in China dienen die Batterien lediglich dazu, kurzfristige kleinere Schwankungen in Stromproduktion oder -bedarf auszugleichen. Damit die Züge nicht stehenbleiben, wenn sich mal eine Wolke über den Solarpark schiebt.
Die Speicherkapazität, die benötigt würde, um den gesamten Energiebedarf des Landes für mehr als nur ein paar Sekunden vorzuhalten, liegt aber nun einmal in ganz anderen Größenordnungen.
Anlässlich eines euphorischen Zeitungsartikels über einen neuen „gigantischen" Batterie-Speicher in Deutschland, der unglaubliche 100'000 Haushalte 4 Stunden mit Strom versorgen könne, habe ich das mal hochgerechnet und bin darauf gekommen, dass man 100'000 – 200'000 dieser Speicher bräuchte, um den gesamten Energiebedarf Deutschlands für zwei Wochen bereitzustellen. Das wären 20 Jahre lang jeden Tag 20 Stück, die in Betrieb gehen müssten!
Falls Du signifikant andere Zahlen hast, lass sie mich gerne wissen — ich lerne gern dazu.
Die Leute die nicht rechnen können , werden immer mehr.. nicht wahr? .. nun sogar die Chinesen.. offenbar fehlt allen die Schulbildung und der Weitblick.
@xx:
Naja, China nimmt alles mit, was geht, besonders Wasserkraft, aber als Paradebeispiel für den Erfolg von regenerativen Energiequellen wie Wind und Solar ist das nun wirklich nicht. Die Basis der Stromerzeugung in China ist nach wie vor klar dominierend Kohle:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/38/China-electricity-prod-source-stacked.svg/3840px-China-electricity-prod-source-stacked.svg.png
leider endet die Grafik 2024, gerade 2025.. war bemerkenswert
https://ourworldindata.org/cdn-cgi/imagedelivery/qLq-8BTgXU8yG0N6HnOy8g/f3201a2d-cfcf-4576-96a3-79c609ce9200/w=1620
@xx: Also, komm, rechnen wir mal.
Stromverbrauch D 2025 laut Bundesnetzagentur: 460 TWh. Macht in 2 Wochen 17.6 Mio. MWh.
Gesamtenergieverbrauch umgerechnet in Strom dann ca. 35 Mio. MWh, wobei schon berücksichtigt ist, dass E-Autos und Wärmepumpen effizienter sind als Verbrenner und Gasheizungen.
Nehmen wir mal als Vergleich den derzeit größten Großspeicher in NRW, in Metelen mit 231 MWh. Von diesen Dingern bräuchte es also noch über 150'000 weitere. Nur für den Energiebedarf von zwei Wochen!
In 20 Jahren wollen wir CO2-neutral sein. Also noch 7300 Tage bis dahin. Folglich müssen wir ab jetzt jeden einzelnen Tag, 20 x den größten Batteriespeicher von NRW noch einmal bauen.
Es ist doch offensichtlich, dass das hinten und vorne nicht aufgeht.
Und in China genausowenig, weswegen die Chinesen eben nicht nur die sogenannten Erneuerbaren, sondern auch ihre Kohlekraftwerke ausbauen. Denn, doch, DIE können rechnen.
@xx:
Die 500TWh passen nicht so ganz zu dem Wikipediaartikel.
https://en.wikipedia.org/wiki/Electricity_sector_in_China
Dort sind deutlich mehr aufgeführt.
Aber selbst mit den hohen Werten würde ich das nicht als Energiewende interpretieren, sondern eher als Diversifizierung. Schlussendlich steigt dort nach wie vor die Produktion über fossile Energieträger.
@Bernd
Ich denke niemand versteht
deine Rechnung, die keinen Sinn macht.
Du gehst offenbar von Annahmen aus die einfach keinen Sinn machen.
Meine PV Anlage produziert so viel Strom dass ich nicht weiß wohin damit. Dadurch sinkt der Energiebedarf trotz Wärmepumpe vom Haus am Netz dramatisch. Selbst im Winter.
Energiespeicher müssen keine Akkus sein. Es gibt z.b. Pumpspeicherkraftwerke, usw.
Auch muss niemand von Heute auf Morgen alles umstellen. Weder gibt es den Anspruch, noch die Möglichkeit dazu.
Und ja, der Umbau kostet Geld .
Die Abhängigkeit von Öl und Gas aber auch.
Wo gibt es in oder auch nur nahe bei Deutschland eine signifikate Anzahl Pumpspeicherkraftwerke für den Energiebedarf des Landes? Waren da nicht Zahlen wie 0,1 Prozent (null komma eins) des Stromverbrauchs?
@xx (und das ist dann wirklich mein letzter Beitrag zu diesem Thema):
>> Meine PV Anlage produziert so viel Strom dass ich nicht weiß wohin damit.
Siehst Du, xx, das ist genau die Problematik, auf die ich mich bemühe, hinzuweisen.
(1) Deine PV-Anlage rechnet sich (hoffentlich) finanziell für Dich, weil der Strom zu ihrer Herstellung aufgrund politischer Rahmenbedingungen nur ca. 20% von dem Strom gekostet hat, den sie Dir zu kaufen nun erspart. Und Du vielleicht auch noch irgendwelche Subventionen bekommst, für die, im Klartext, andere arbeiten mussten.
Deine PV-Anlage ist aber nicht vom Himmel gefallen. Ob sie sich nicht nur finanziell rechnet sondern auch CO2-mässig, oder ob sie nur CO2-Emissionen von D nach CN verschiebt — kann sein, kann auch nicht sein. Hängt davon ab, wann Du sie gekauft hast und wie „ergiebig" Dein Standort ist. Im günstigsten Fall (neueste Technologie, guter Standort) wird die CO2-Bilanz nach etwa 15 Jahren positiv.
(2) Du bist energetisch nicht autonom, nehme ich an. Das funktioniert für Dich folglich nur, solange es, ja, auch Kohlekraftwerke gibt, auf die Du bei Bedarf zurückgreifen kannst. Die aber in ein paar Jahren abgeschaltet werden sollen.
Wie geht es dann weiter bei Dir? Was musst Du tun, um 100% autonom zu werden? Wie stark müsstest Du Deine PV-Anlage ausbauen? Wieviel Speicher bräuchtest Du?
So, und das Ergebnis multiplizierst Du dann für ganz D mit 200'000'000.
Das sind einfach ganz andere Größenordnungen als Dein PV-Anlägchen oder das „gigantische" Batterie-Speicherchen in NRW, das gerade mal den Strom speichern kann, den ein einziges KKW in 10 Minuten erzeugt.
(3) Pumpspeicherkraftwerke sind in D weitgehend ausgereizt und können lediglich 0.x% zur benötigten Speicherung beitragen.
(4) Meine Rechnung beruht auf offiziellen, für jedermann zugänglichen Zahlen. Ich wüsste nicht, was daran unklar sein oder „keinen Sinn machen" sollte.
Lediglich der Speicherzeitraum „2 Wochen" ist eine Annahme von mir, und zwar das, was ich als absolutes Minimum ansehe. Der tatsächliche Bedarf hängt davon ab, wie sehr die „erneuerbare" Stromerzeugung ausgebaut wird und wie häufig bzw. wie lange infolgedessen auf gespeicherten Strom zurückgegriffen werden muss. Vermutlich wird er ein mehrfaches meiner angenommenen 2 Wochen betragen.
Also der letzte Post.
Die ganze "Wirtschaftlichkeits" Debatte ist so sinnlos.
Das Argument zielt immer nur darauf ab, dass etwas zu teuer ist..
und deshalb ist die "schmutzige" Alternative akzeptabel.
(die Kosten-Debatte ist natürlich eine reale Einschränkung)
Ich beziehe keinen Kohle/Gas/Atom Strom.
(und ja ich weiß, dass man das im Europäischen Verbund-Strom System gar nicht so einfach sicherstellen kann, man kann es aber Vertraglich festlegen).
Dein Energie Beispiel ist sinnlos, weil niemand diese Eigenschaft fordert, und diese Eigenschaft auch nicht gebraucht wird. Also das Speichern der Gesamten Energie für x Tage.
Und zum Thema KI.
Der Papst (ich bin nicht katholisch) hat hier durchaus den richtigen Gedanken nieder geschrieben.
Wird die KI für Menschen gebaut/verwendet, oder wird die KI Menschen verwenden/steuern.
Wird die KI das Leben besser machen, oder einzelnen als neues Kontroll Organ dienen?
Das beginnt schon bei der Energie und anderen Ressourcen.
Und mit meinem System bin ich schon nicht mehr vom Öl/Gas Preis direkt abhängig. Und wenn der Strompreis steigt, ist das gut, weil dann auch die Einspeisevergütung steigt.
Und es ist spannend zu sehen, wie sich Leute dagegen wehren Strom selbst zu erzeugen.
Ahja, das ist ja unmöglich. deine Rechnung, ich vergaß.
Freundle, Du rechnest nicht, Du betest unbelegte Behauptungen der Fossilkraftstofflobby nach!
Wer genau will denn "CO2-Emissionen nach China" verschieben? Etwa der Hausbesitzer, der sich inzwischen für abstrus wenig Geld 10 kW aufs Dach und 5 kWh in den Keller stellt und damit seinen Netzstrombezug *massiv* reduziert?
Wir erzeugen heute weniger Strom als vor 25 Jahren. Das mag für den Status quo funktionieren, aber für die angesprochenen E-Autos, Wärmepumpen und vor allem eben die Rechenzentren (wenn man sich die Zahlen im Artikel anschaut) ist da kein Platz vor allem nicht, da diese rund um die Uhr laufen müssen. Zusätzlich redet man von grünem Wasserstoff, grünem Stahl. Das wird zeitlich und kostentechnisch in absehbarer Zeit nicht hinkommen.
Ich gehe mal davon aus, der „Gartner Hype Cycle" ist allgemein bekannt. Bei der KI sind wir vermutlich gerade (meine Einschätzung) kurz vor dem „Peak of inflated expectations", was bedeutet, der „Trough of disillusionment" dürfte nicht mehr allzu weit weg sein.
Business as usual.
da täuschst Du Dich grundlegend.
Ob in Industrie, Produktion, Marketing, Layout: das Potential ist gewaltig und in zwei-drei Jahren wird die Welt eine andere sein.
Glaub ich nicht, zumindest nicht in dem Maße, wie manche Firmen sich das vorstellen. OpenAI macht Stand heute massiv Verlust (und kaufen von dem nicht vorhandenen Geld dann Produktionskapazitäten für RAM.)
Denen und den anderen "Nur-KI" Firmen wird in absehbarer Zeit das Geld ausgehen, denn es kommt nicht annähernd so viel Geld rein wie der ganze Spaß kostet. Siehe auch der geplatzte Deal mit NVIDIA, der mal 100 Milliarden sein sollte, am Ende wurden es soweit ich weiß dann doch nur 10. Oder auch die Tatsache, dass die Chiphersteller akut nicht vorhaben, ihre Produktionskapazität durch den Bau neuer Werke zu erhöhen. Das deutet für mich darauf hin, dass die auch Zweifel daran haben, dass die aktuelle Nachfrage durch KI-Rechenzentren dauerhaft auf dem Level bleiben wird.
Was jetzt kein Widerspruch zu meiner Aussage ist, oder?
Ja sicher, aber nicht so, wie die Protagonisten von KI es erwarten. Ich schaue mir das gerne von außen an.
Und zu Ostern kommt der Weihnachtsmann und bringt allen ganz tolle Geschenke :m(.
Ich verstehe nicht, warum da so viele Beispiele aus den USA gebracht werden, hier in Rhein-Main, das Beispiel "Maintal" aus Golem und Spiegel zeigt es ja, regen den Widerstand auch an und sind erfolgreich. Wer das in Golem und Spiegel gelesen hat, weiß dass es nicht daran scheiterte, dass es Rechenzentren sind, sondern daran, dass dieses Rechenzentrum mit fossiler Energie, einem Gaskrasftwerk, betrieben werden sollte. Ein Irrsinn sondernsgleichen, weil das lokale Stromnetz den benötigten Strom nicht liefern kann, das RZ braucht mehr als der ganze Ort. Ähnliche Situation nur 10 km westlich, im Frankfurter Osten, dort grub ein Rechenzentrumsbetreiber vom ehem. Neckermann-Gelände einen Tunnel ca. 15 km nach Norden, um seine Stromleitungen an ein noch nicht überbelastetes Umspannungswerk außerhalb Frankfurts anzukoppeln. 20 km südlich davon ähnlich, da wurde auf 10 km ein Erdkabel durch Feld, Wald und Wiesen gegraben für 2 Rechenzentren und jetzt gibts schon Gerüchte dass noch ein drittes RZ kommen soll. Und für keines dieser RZ gibts bisher einen Plan, die Kühlung über das vorhandene Fernwärmenetz der Stadt zu realisieren, nein, es wird alles in die Luft geblasen, dass die Kinder im Winter nochmal flächendeckend Schnee erleben können wird immer unwahrscheinlicher. Weitere Beispiele finden sich im Großraum Rhein-Main, Großgerau, Rüsselsheim, Mörfelden, Hochheim usw., zuhauf, man muss nur die Lokalbätter durchforsten, wo auch der Spiegel seine Story letztendlich her hat.
Noch ein Aspekt: Die Hardwarehersteller wie die zentral wichtige nVidia, der Schuss kann sehr nach hinten losgehen, denn die großen Chiphersteller wuppen ihre Produktionskapazitäten gerade auf KI-Hardware um, weil man damit mehr Geld verdienen kann als mit den Grafikkarten- und Desktop-CPU-Käufern. Wenn jetzt dieser Forecast wegen unzähliger gestoppter RZ-Bau-Planungen platzt, sitzen die auf ganz vielen KI-Chips die dann keiner mehr will, und die bisherigen Desktop- und Server-Kunden schauen auch aus der Röhre, weil sie auch nichts geliefert bekommen. Das kann ganz bitterböse enden.
(Sorry, mal wieder falsch getatscht, und „Löschen" funktioniert nicht. Sollte eine Antwort zu „Gänseblümchen" sein.)
>> Ich verstehe nicht, warum da so viele Beispiele aus den USA gebracht werden
Vermutlich, weil man aus Deutschland Proteste gegen alles und jedes sowieso erwartet, aus den USA hingegen sonst eher nicht so mitbekommt.
Wann bekommen eigentlich all diese Klimakleber den gigantischen Energiebedarf der KI-Träumereien mit? Verwunderlich, dass sich da so gar nichts regt.
Mit Klimaneutral wird das wohl nichts werden. Grundsätzlich geht menschliches Leben sowieso nicht Klimaneutral. Aber was da auf uns zukommen soll, ist einfach nur Wahnsinn. Und für was? Für ein paar Doofies, die keine natürliche Intelligenz besitzen und für die ganz Gierigen. Ich kann nur an Banksy hhttps://banksyexplained.com/laugh-now-2003/
Warum soll Menschliches Leben nicht Klima neutral gehen?
Warte ab, bis die KI draufkommt, dass man menschliches Leben klimaneutraler machen kann, wenn man es mit maximal Laufzeiten versieht.
Oder einfach ohne den Menschen! 😉
Hier spricht Edgar W…äh, Sarah Connor:
"There is no fate but what we make for ourselves!"
Wieso bauen die keine Kühlung mit einem Kreislauf? Noch nie davon gehört?
Oder verstehe ich etwas falsch?
Ganz einfach, Kälteenergie ist sehr sehr viel teurer als gratis Wasser. Pro KW Strom von Servern/Technik kannst nochmals ~0.3 KW elektrische Energie für die Kühlung rechnen. Zudem viel einfacher Ausnahmebewilligungen (Behörde) zu erteilen als Subventionen mit Elektrizität (Privat).
Kleine dürfen nur Wärme entziehen, die Grossen auch (massiven) Überschuss einbringen. Dies obwohl immer wärmeres Grundwasser ein riesiges Problem ist. Von der Verdampfung reden wir noch gar nicht. Insbesondere im Bereich Süsswasser eigentlich ein no go. Aber es ist wie immer, im kleinen ein Theater machen (Duschen, Pool etc.) damit die grossen im Lärm nicht mal ansatzweise beachtet werden. 🙄😉
Tja, wenn denn die KI einen Großteil der Arbeitsplätze ersetzen soll, woher bekommen die denn z.B. das Geld, um nur die Miete zahlen zu können oder sich auch nur etwas zu Essen kaufen zu können?
Vom Staat?
In den USA sicher nicht und auch hier geht das nicht.
Die Sozialsysteme sind nicht grenzenlos leistungsfähig.
Und die haben tatsächlich mit Fusionskraftwerken geplant?
Über das Laborstatium sind die doch noch gar nicht hinaus.
Und in den nächsten Jahren werden wir auch kein entsprechendes Kraftwerk im Regelbetrieb sehen.
Wahrscheinlich auch in den nächsten 30 Jahren nicht.
Und das alles für etwas, was gar keine KI ist, sondern nur so genannt wird.
Im Grunde sind diese Systeme Suchmaschinen und Wissens-Datenbanken, die die Ergebnisse in schöne Worte kleiden.
Intelligenz steckt da keine drin.
"Tja, wenn denn die KI einen Großteil der Arbeitsplätze ersetzen soll, woher bekommen die denn z.B. das Geld, um nur die Miete zahlen zu können oder sich auch nur etwas zu Essen kaufen zu können?"
Das ist bis zum jetzigen Datum alles nur eine "tolle" Erzählung und nicht Realität. Mich würde ja mal interessieren, wann denn dieser große Stellenschwund nun endlich beginnen wird?
In den USA sind 170 Millionen Menschen in Arbeit. Da ist nach wie vor kein Bruch erkennbar. Um es mal zu veranschaulichen: Corona hat einen Einbruch von ca 165 auf 156 Millionen verursacht. Diese große Revolution am Jobmarkt ist noch nicht mal als kleiner Peak erkennbar.
Es kann natürlich sein, dass sich Arbeit in andere Berufe verschoben hat, aber so war das halt schon immer und das ist ein normaler Vorgang bei technischem Fortschritt.
Über die Ankündigung Fusionsenergie nutzen zu wollen, habe ich auch gestaunt. Die stellen sich ernsthaft Fusionsenergie ab 2028 von dieser Firma vor:
https://en.wikipedia.org/wiki/Helion_Energy
Ich denke, wahrscheinlicher ist, dass bis dahin Ufos in Grönland (USA) landen, aber wer weiß, vielleicht hat das Copilot prophezeit.
> Große Teile der heutigen Beschäftigten werden nicht mehr gebraucht, wie KI die Aufgaben übernimmt.
Netter Text hierzu (Kontext: Software-Entwickler), so sehe ich das persönlich auch: https://www.joshwcomeau.com/email/wham-launch-005-elephant-2-p/
> AI is a tool, and tools need to be wielded proficiently.
> […]
> If Matt Perry handed me the keys to the Motion repository and told me to take over, I wouldn't have the same results even though I have access to the same set of LLM tools.
> […]
> We look at what a skilled developer can do with an LLM and credit the LLM rather than the skilled developer. My experience suggests that AI has a multiplying effect on our existing technical skills, so the more we understand web development, the more effective we'll be with AI.
Wird natürlich dennoch Konsequenzen haben. Welche Effekte wie schwer wiegen (z.B.: Markt wird ggf. insgesamt größer, weil Kleinstentwicklungen auf einmal wirtschaftlich realisierbar werden), wird die Zeit zeigen.
Wenn für die Kleinstentwicklungen eines Tages reale Marktpreise für Tokens gezahlt müssen, wenn die KI-Anbieter eines Tages kostendeckend arbeiten müssen und nicht mehr einfach Milliarden Investorengelder verbrennen können, dann bereinigt sich der Kleinstentwickler Markt auf einen Schlag.
Fuer einen aktuellen Ueberblick:
https://isaiprofitable.com/
nVidia sind die einzigen, die hier Geld scheffeln, egal wieviele Resourcen dafuer verbrannt werden… >:(
nVidia muss aber auch erst von Meta, Microsoft usw. für all die Aufträge auch wirklich bezahlt werden, oder?
Ich bleibe dabei, der ganze KI-Hype ist wie der Goldrausch. Und im Goldrausch verdienen nicht die Schürfer, sondern die Schaufelverkäufer. NVIDIA ist der Schaufelverkäufer.
Mittel- und langfristig wird das so nicht weitergehen können. Der gigantische Ressourcenverbrauch ist jetzt schon nicht mehr tragbar.
Am meisten Sorgen machen mir die Unternehmen, die einfach nicht sehen wollen, in welche Abhängigkeiten sie sich da wieder einmal begeben. Das wird dazu führen, dass KI‑abhängige Firmen nicht mehr schnell genug zurückrudern können, wenn die Blase platzt. Gerade wenn ich die aktuellen Entlassungswellen beobachte.
Ich will es nicht an die Wand malen, aber wenn es schlecht kommt, könnte das tatsächlich der Wegbereiter für die nächste große Weltwirtschaftskrise sein. Vielleicht bekommen wir dann einen KI freien Sonntag ;-)
Die Unternehmen begeben sich nach dem Cloud-Wahn mit KI in eine weitere Abhängigkeit.
Und wie man an dem japanischen Manga-Zeichner sehen kann, kann ein Cloudunternehmen einem Kunden ganz schnell das Licht ausknipsen.
Will aber kein Unternehmen sehen.
Die rennen mit offenen Augen ins Messer.
Und dann warte mal, wie alle in die weitere Abhängigkeit persönliche digitale Identität rennen, die sie bald alternativlos für ihre Cloud- und KI-Dienste benötigen werden.
Ich sehe das ganz simpel:
Wenn die KI w i r k l i c h schlau wäre, würde sie sich selbst abschaffen.
Oder die überzähligen Menschen?
Wie Skynet.
Skynet hat als größte Gefahr für die Menscheit die Menschen gesehen.
Ergo werden die Menschen vernichtet = keine Gefahr mehr, da es dann keine Menschheit mehr gibt.
Die volkswirtschaftlichen Folgen des Platzens der KI-Blase werden 9/11, Lehmann, Corona und Putin in den Schatten stellen. Die US-Wirtschaft ist derzeit getrieben von den KI-Investitionen der vergangenen Jahre. Fällt das KI-Kartenhaus zusammen und müssen die investierten und prognostizierten Billionen abgeschrieben werden, bedeutet das den Todesstoß. Auch der einzige lachende Gewinner, nVidia, wird keine Chips mit utopischer Marge mehr verkaufen können. Leidtragende sind wir alle.
Anders: Der große Knall hat die gleiche Wirkung wie ein ordentlicher globaler Krieg – er vernichtet Kapital. Und es gibt viel zu viel Kapital, deswegen wird uns global volkswirtschaftlich der KI-Knall eher helfen als schaden – gesetzt den Fall, die Lasten werden nicht auf Lohnarbeit abgewälzt. Das ist eine politische Frage, aber die Amerikaner neigen nicht so sehr zu Unternehmen retten wie die Europäer….
Der Vorteil: Diese Kapitalvernichtung kostet erheblich weniger Leben, das ist gut.
Und wir sollten gleich noch, zwei, drei Blasen an den Start bringen, es gibt noch viel schädliches Kapital zu vernichten!
Schönes Schlußwort, leider kein bißchen tröstlich.Es kommt mal wieder
alles auf einmal: Kriege, Seuchen,
Wirtschaftskrise. Und die, die das alles
angezettelt haben werden zwar einige
Milliarden verlieren, aber richtig arm
werden sie dadurch nicht. Solange man
sie läßt, werden sie anschließend wieder genau da weitermachen, wo sie
uns jetzt hingebracht haben. Für die ist
die Menschheit ohnehin nur Kulisse.
Wenigstens läßt der Papst hoffen, daß
noch nicht alle den Verstand verloren
haben (und das sage ich als alter
lutherisch getaufter und erzogener
Mensch). Vielleicht ist es bereits zu spät, aber ich halte es dennoch für
wichtig: weg mit dem Unsinn von KI/AI,
ist eh nur ein Versuch, Menschen für
dumm zu verkaufen, ihnen alles zu
nehmen, ihnen täglich zu vermitteln:
Du bist überflüssig.
Für Firefox gibt es als Extension den
AI Blocker, eine riesenlange Liste von
AI-Anwendungen, per default auf "off",
damit sollte dieser Mist erstmal keine
Chance haben, sich breitzumachen.
Für Chrome-Nutzer gibt es bei GitHub
die AI Blocker Chrome Extension.
In meiner Jugend, also vor 60 Jahren,
hätte man gesagt: lieber rot als tot…
KI wird spätestens dann zum Problem wenn es massen an Menschen ersetzt die dann als Kaufkraft verloren gehen für die Wirtschaft die auf KI setzt.
Die ersten Firmen werden vielleicht noch gewinne machen aber am ende beißen sich alle in den eigenen Schwanz.