Führt Vibe-Coding und AI-Slop zu Windows 11-Problemen (Desktop-Background, Mauszeiger etc.)?

WindowsDas von Microsoft zum 27. August 202 für Windows 11 24H2 – 25H2 veröffentlichte Preview Update KB5120998 verursacht eine Reihe Probleme. Nutzer beklagen nach Installation des Updates u.a. Probleme beim Mauszeigers sowie den Verlust des Desktop-Hintergrunds. Nun hat Microsoft eingestanden, dass die Probleme wohl nicht englische Versionen von Windows 11 betreffen. Mir stellt sich, auf Grund der mir vorliegenden Informationen, die Frage, ob wir nun die Folgen von Vibe-Coding und AI-Einsatz bei Microsoft sehen.

Mein Rückblick auf die Probleme von KB5120998

Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 11 24H2 – 25H2: Preview Update KB5120998 (27. August 2026) einen Überblick dieser Korrekturen, Neuerungen und Änderungen des Preview-Updates vom 27. August 2025 für Windows 11 24H2 und 25H2 gegeben. Das optionale Preview-Update führte aber zu diversen Problemen, die mir von Blog-Lesern berichtet wurden.

Auf BlueSky hat mich ein Leser informiert, dass auch die Windows 11-Funktion "AlwaysOn VPN" nach dem Update nicht mehr funktioniert. Dann gibt es noch das Problem, dass Windows 11 einen abgeschalteten Defender meldet (siehe Microsoft Defender meldet fälschlich abgeschalteten Windows-Virenschutz (28.8.2026)), welches aber mit obigem Update nicht zusammen hängt. Es sind eindeutig "eine Menge Probleme", dabei hatte Microsoft doch eigentlich eine Qualitätsoffensive für Windows 11 für das zweite Halbjahr 2026 versprochen.

Microsofts Erklärungsversuche für die Probleme

Die in obigem Text angerissenen Sachverhalte lassen sich mit "da ist was kräftig in die Hose gegangen" zusammenfassen. Microsoft hat in der Known-Issues-Sektion des Release Health-Dashboard von Windows 11 24H2 und 25H2 diverse Support-Beiträge mit Erklärungen veröffentlicht.

Windows11-Known-Issues-Sept.2026

Im Beitrag Desktop background settings are lost or reset on some devices erfährt der Leser, warum es beispielsweise zu einem "schwarzen Desktop-Hintergrund" kommt. Microsoft erklärt, dass einige Windows-Desktop-Einstellungen schlicht nicht geladen werden. Auf betroffenen Geräten funktioniert der Versuch, angepasste Einstellungen manuell wiederherzustellen, nicht. Dies liegt daran, dass das Problem das korrekte Laden der Einstellungen verhindert, unabhängig von deren Wert. In diesem Fall wird stattdessen ein schwarzer Standardhintergrund verwendet.

Dann gibt es den Support-Beitrag Mouse customization is reset on non-English Windows devices, wo der staunende Leser lediglich erfährt, dass die kaputten Mauszeiger nur auf nicht englischsprachigen Windows 11-Geräten auftreten. Es nützt auch nichts, den Mauszeiger neu zuzuweisen, da die individuellen Maus-Einstellungen später auf bestimmte Standardeinstellungen zurückgesetzt werden. Dazu gehören der Mauszeiger und die Mauszeigeranimationen, die in den "Mauseigenschaften" unter Windows ausgewählt wurden, schreibt Microsoft.

Redmond führt lediglich aus, dass Untersuchungen ergeben haben, dass dieses Problem durch Code-Komponenten verursacht wird, die in nicht-englischen Windows-Installationen verwendet werden. In den betroffenen Sprachversionen können diese Einstellungen nicht geladen werden, sodass stattdessen die Standardeinstellungen verwendet werden. Der Versuch, die Einstellungswerte manuell wiederherzustellen, schlägt fehl, da das Problem das Laden dieser Einstellungen unabhängig von ihrem Wert verhindert.

Ein Blick hinter die Kulissen

Nun bleibt Microsoft gewohnt vage bezüglich der genauen Beschreibung der Bugs. Aber es hinterlässt schon ein "Geschmäckle", wenn man erfährt, dass bestimmte Code-Teile nicht geladen werden und  Windows 11 dann die Notfallprozedur ausführt und irgend eine Standardvorgabe verwendet, um überhaupt zu funktionieren.

Auch die Aussage, dass der Mauszeiger-Fehler nur nicht englisch-spachige Windows 11-Versionen betrifft, lässt den Schluss zu: In Redmond wird nicht mehr getestet oder man überlässt Telemetrie und KI diesen Part. Das ist schief gegangen.

Aber die Geschichte hat noch eine weitere Komponente, denn ich interpretiere die obigen "Entgleisungen" schlicht als das Ergebnis von Vibe-Coding (als KI-erzeugter Code, von dem der Nutzer keine Ahnung hat) sowie KI-Slop, wo die Entwickler sich Code generieren und testen lassen, den Code und die Tests nicht mehr verstehen und nur noch Unsinn heraus kommen kann.

Kann man nun als "kesse Lippe von Born" abtun, aber ich habe meine Gründe zu dieser Annahme. In diesem Kommentar von Blog-Leser mihi vom 28. August 2026 zum Beitrag Windows 11 24H2/25H2: Preview Update KB5120998 zerschießt Mauszeiger (27. August 2026) ist ein Puzzle-Teil ins Bild gefallen, das Microsoft in den oben verlinkten Support-Beiträgen nicht zeigen wollte. Blog-Leser mihi schrieb, dass die Probleme wohl auf ein  "Übersetzungsproblem" zurückzuführen seien. Hier der Originalkommentar des Lesers:

Es wurden Registry-Schlüssel übersetzt. Das Hintergrundbild, seit Jahr und Tag unter:

HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop\WallPaper

gespeichert, wird nach dem Update unter

HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop\Hintergrundbild

gespeichert und erwartet. Der Standard-Mauszeiger bzw. seine Einstellungen werden zwar weiterhin unter:

HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Cursors\Arrow

gespeichert, aber von:

HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Cursors\Pfeil

gelesen.

Der Leser schrieb dazu: "Wenn man die entsprechenden Registry-Keys manuell umbenennt bzw. kopiert (Arrow -> Pfeil, Wait -> Warten, Crosshair -> Fadenkreuz, No -> Nein, Help -> Hilfe) und sich neu einloggt, erscheinen die Mauszeiger wieder wie immer. Nur wehe, man versucht sie dann über Settings-App oder Systemsteuerung anzupassen." Das gilt alles für eine deutsche Version von Windows 11, merkt der Leser an und vermutet, dass ein englisches Windows 11 funktioniert.

Genau diese Vermutung wurde jetzt durch Microsoft bestätigt, die schreiben, dass die Mauszeigerprobleme nur nicht englische Windows 11-Versionen betreffen. Und damit sind wird beim Vibe-Coding und AI-Slop: Die Entwickler lassen sich ihren Code von Claude Code oder Copilot etc. generieren, ohne da nochmals rein zu schauen. Und die LLMs machen beliebigen Unsinn, wie das obige Beispiel mit den übersetzten Registry-Pfaden. Die Hoffnung, dass es besser wird, mit Windows 11 bzw. der Microsoft-Entwicklung, habe ich ehrlich gesagt nicht.

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Ein Kommentar zu Führt Vibe-Coding und AI-Slop zu Windows 11-Problemen (Desktop-Background, Mauszeiger etc.)?

  1. EDV-Opa sagt:

    OH ha, Microsoft und Übersetzungen. Damit haben die schon immer Probleme, nicht erst seit der KI. Vor einiger Zeit habe ich mir den Wolf gesucht als ich Office Installationen für 365 gesucht habe. Hätte ich doch gleich die 'Büro' Anwendung geladen…. Wer erinnert sich noch an alte Word Versionen wo MS die Makros übersetzt hat und nichts mehr ging? Das zieht sich wie ein Roter Faden bereits seit Jahrzehnten durch alle Produkte von denen und sie lernen einfach nichts daraus. Mit der KI wird das aber noch schlimmer.

    Dank an den Finder mihi der seine Zeit dafür Opfert die Fehler von MS zu suchen.

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