Die Woche wurde bekannt, dass Microsoft eine API zur Altersverifikation für kommenden Windows 11-Builds plant, die durch Apps genutzt werden kann. Es gibt wohl einige Informationen bei Microsoft zum Thema. So soll die Altersverifikation mit Microsoft Teams Free starten. Ich fasse mal einige Fundstellen in diesem Beitrag zusammen.
An einer Altersverifikation für Online-Dienste scheint kaum ein Web vorbei zu gehen (siehe auch die Links am Artikelende). Denn derzeit scheinen Altersverifikationssysteme für Zugänge zu Diensten und Computern politisch hoch im Kurs zu stehen. Die EU schnitzt an einem System zur Alterskontrolle, und der US-Gesetzgeber hat auch reagiert. Australien hat bereits ein entsprechendes Gesetz.
Windows 11 bekommt API zur Altersverifikation
Ich hatte zum 4. September 2026 im Blog-Beitrag Windows 11 teilt Apps künftig das Alter des Nutzers per API mit auf das anstehende Thema hingewiesen. Eine neue, gerade entwickelte, Windows-Age-API soll zukünftig Apps ermöglichen, das Alter des Benutzers bei Windows anzufragen. Dabei wird kein Geburtsdatum übermittelt, sondern die API teilt der App lediglich die Altersgruppe mit. Es gibt also Angaben "unter 10", "10–12", "13–15", "16–17" oder "18+" von Windows für die fragende App.
Dies soll Apps ermöglichen, den Zugriff entsprechend den lokalen Gesetzen einzuschränken. Das Ganze wurde erstmals durch Windows Latest aufgegriffen, aber Microsoft hat die Windows Age API bereits im Support-Dokument Digital safety age signals overview beschrieben. Laut Windows Latest will Microsoft die APIs vor ihrer Verfügbarkeit dokumentieren und diese in einer zukünftigen Windows-11-Version noch im Jahr 2026 aktivieren.
Hintergrund dieser Entwicklung ist die Einhaltung von Kinderschutzvorschriften, die in verschiedenen Ländern für Apps und Dienste mit nutzergenerierten Inhalten, Chat-Funktionen, Medienbewertungen, In-App-Käufen oder virtuellen Währungen vorgeschrieben sind. Microsoft hat dazu die Webseite List of countries or regions that have statutory age limits for children veröffentlicht, die die Länder mit Altersvorgaben auflistet, wo Eltern Online-Konten ihrer Kinder verwalten müssen.
Altersverifikation bei Microsoft Konten
Microsoft führt beim Online-Konten eine Altersüberprüfung ein, um altersgerechte Inhalte bereitzustellen und lokale gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Um auf bestimmte Funktionen zugreifen zu können, müssen Nutzer daher möglicherweise ihr Alter bestätigen, wie Microsoft im Support-Beitrag How to verify your age for a Microsoft account beschreibt.
Nutzer, die versuchen, auf Inhalte für Personen ab 18 Jahren oder Erwachseneninhalte zuzugreifen oder diese erwerben möchten, werden möglicherweise aufgefordert, ihr Alter zu bestätigen, um fortfahren zu können. Dazu stehen mehrere Optionen zur Verfügung, die Microsoft im betreffenden Dokument nennt:
- Gesichtsalter-Schätzung (Selfie)
- Hochladen eines Dokuments
- Anmeldung bei [Behördensystem] (z. B. Singpass)
Welche Optionen zum Altersnachweis zu verwenden sind, hänge vom jeweiligen Land ab, denn verschiedene Länder oder Regionen hätten unterschiedliche Partner zur Überprüfung des Alters eines Benutzers etabliert bzw. vorgeschrieben, heißt es. Windows werde entsprechende Anweisungen auf dem Bildschirm ausgeben, um die Überprüfung des Alters abzuschließen.
Nach Abschluss der Altersüberprüfung gilt diese sowohl für ein Microsoft-Konto als auch für ein Xbox-Konto. Wird das Alter nicht bestätigt, behandelt Microsoft das betreffende Konto als nicht verifiziert (der Status der Altersüberprüfung soll sich im Microsoft-Konto einsehen lassen).
Start der Altersverifikation mit Teams free
Neowin.net erwähnt hier, das Microsoft bei der Altersverifikation mit dem bei Windows 11 enthaltenen Dienst bzw. der App Microsoft Teams Free beginnen möchte. Im Support-Dokument Age verification in Microsoft Teams Free heißt es unter "Coming soon", dass Nutzer der kostenlosen Version von Microsoft Teams in einigen Ländern und Regionen möglicherweise in Kürze aufgefordert werde, ihr Alter zu bestätigen. Die Altersverifikation ist dann erforderlich, um weiterhin den vollen Funktionsumfang von Teams nutzen zu können. Dies sei eine Maßnahme, um Microsoft dabei zu helfen, die lokalen Gesetze einzuhalten.
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