Keine Energy Drinks für Kinder bei Aldi und Lidl Großbritannien

GesundheitGerade Kids und Jugendliche greifen gerne zu Energy Drinks, weil es hipp ist und wach hält. Aber Energy Drinks enthalten Koffein und sind daher für Kinder sowie Jugendliche eine Gefahr. Nun reagierten Aldi und Lidl, indem sie den Verkauf dieser Getränke an Jugendliche in Großbritannien eingestellt haben. Die Niederlande werden folgen. Hier eine Übersicht, was sich in Bezug auf ein Verkaufsverbot tut und wie das in Deutschland ausschaut.


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Mediziner warnen seit längerem

Mediziner warnen seit langem vor den Risiken der aufputschenden Getränke, die vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt sind. Energy Drinks können Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Nierenversagen verursachen. Auch Todesfälle werden mit den Getränken in Verbindung gebracht. Die Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen und Experten der Weltgesundheitsorganisation haben sich deshalb bereits für eine Altersgrenze für Energy Drinks ausgesprochen.

68 Prozent der Jugendlichen trinken Energy Drinks

Energy Drinks sind vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt: Der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge greifen 68 Prozent der Jugendlichen in der EU zu den Getränken. Laut EFSA verzehren Jugendliche nachweislich gefährlich große Mengen: Jeder vierte jugendliche Konsument trinkt drei oder mehr Dosen auf einmal und überschreitet damit selbst die für Erwachsene maximal empfohlene Koffein-Dosis von 200 Milligramm.

Ich selbst habe gerade vor wenigen Wochen in meinem näheren Umfeld mitbekommen, dass sich ein Kind regelmäßig (mit 12/13 Jahren) Energy Drinks an der Tankstelle holt. Eh schon mit zu vielen Pfunden versehen, sitzt das Kind mit Freunden vor dem Computer und zockt Computerspiele. Die Mutter fand wenig daran auszusetzen.

Verkaufsverbote und Einschränkungen in Europa

So langsam beginnen erste Länder mit Verkaufsverboten. Zudem fangen Händler in einzelnen Ländern an, den Verkauf der koffeinhaltigen Energy Drinks einzuschränken.

Baltische Staaten haben ein Verkaufsverbot

In Lettland und Litauen ist der Verkauf von Energy Drinks an Jugendliche unter 18 Jahren gesetzlich verboten. Das ist geradezu vorbildlich – auch im Hinblick auf vorbeugenden Gesundheitsschutz der Jugendlichen.

Aldi und Lidl reagieren in Großbritannien

Immer mehr Handelsketten stoppen in Großbritannien den Verkauf von Energy Drinks an Jugendliche unter 16 Jahren. Neben den dortigen Branchenriesen Tesco und Asda haben auch die deutschen Ableger der Lebensmitteldiscounter Aldi und Lidl reagiert. Wie Foodwatch hier mitteilt, haben auch die beiden großen deutschen Discounter Aldi und Lidl seit März 2018 entsprechende interne Regeln eingeführt, nach denen keine Energy Drinks mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfen. Laut diesem Artikel gilt das Verkaufsverbot bei Aldi für Jugendliche unter 16 Jahren.

Auch in den Niederlanden reagieren Aldi und Lidl

Laut diesem Artikel wollen die Lebensmitteldiscounter Aldi und Lidl den Verkauf von Energy Drinks an Jugendliche in den Niederlanden einschränken. Aldi wird ab dem 1. Oktober 2018 ein internes Verkaufsverbot für Kinder unter 14 Jahren aussprechen. Auch Lidl hat laut obigem Artikel einen Verkaufsstopp für Energy Drinks an Kinder in den Niederlanden angekündigt.

DM/Rossmann handeln in Deutschland

Laut Foodwatch haben die Drogerieketten DM und Rossmann bereits 2015 reagiert. Laut firmeninternen Richtlinien, so Foodwatch, gibt es bei dm gar keine Energy Drinks, bei Rossmann werden diese nicht an unter 16-Jährige Personen abgegeben.


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Leider planen weder Lidl noch Aldi noch der sonstige Handel eine Altersbeschränkung für den Verkauf der Energy Drinks an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren für den deutschen Markt. Ein gesetzliches Verkaufsverbot gibt es in Deutschland nicht und wird von der Politik abgelehnt.


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