Schnapsidee Terraforming auf dem Mars

Es gibt ja Unternehmer wie Elon Musk, der in wenigen Jahren den Mars besiedeln möchte. Das ist aber ein lebensfeindlicher Ort für Menschen. Dünne Luft, trocken und hohe Strahlungswerte. Also spinnt man Ideen um Terraforming, mit dem man dem Mars eine Atmosphäre verschaffen kann, um zu lebensfreundlichen Bedingungen zu gelangen.


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In Science Fiction-Romanen ist das alles ganz kein Problem. Da werden Planeten mittels Terraforming fix umgebaut, damit es sich dort leben lässt. Forscher haben sich ebenfalls Gedanken gemacht, wie man das praktisch bewerkstelligen könnte. Die Idee: Das an den Mars-Polen gefrorene CO2-Eis auftauen, um an Wasser zu kommen und den Treibhauseffekt zu nutzen. Kürzlich haben Wissenschaftler sogar wohl einen See (mit sehr salzigem) flüssigen Wasser unter den Eiskappen des Südpools auf dem Mars nachgewiesen – siehe diesen Bericht). Hat der Mars eine Atmosphäre, wird die Temperatur steigen, Wasser kann fließen und Pflanzen könnten irgendwann Sauerstoff zum Atmen liefern.

(Quelle: YouTube)

Das Ganze ist aber eine ziemliche Schnapsidee und funktioniert mit heutiger Technik nicht. Denn Wissenschaftler von der Universität von Colorado in Boulder haben mal nachgerechnet und die Ergebnisse in dieser Presseinformation [Englisch] veröffentlicht. Deutschsprachige Artikel finden sich hier und hier. In Kurzfassung: Selbst wenn man das Kohlendioxid an den Polkappen verdampfen könnte, ist nicht genug CO2 vorhanden, um eine signifikante Atmosphäre zu schaffen. Der Druck würde nur etwa 0,6 % der irdischen Atmosphäre betragen – also eine Schnapsidee.


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