Schokolade gegen Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes

GesundheitProvokant formulierte Überschrift. Aber Schokolade senkt nach neuesten Erkenntnissen wohl das Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall und Diabetes. Oder konkreter: Schokoladenkonsum war in dieser Studie mit einem reduzierten Risiko für koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall und Diabetes assoziiert.


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Also: es ist kein Freifahrtschein, um Schokolade in sich hinein zu stopfen – aber auch ein Fingerzeig in Richtung ‘Genuss mit Maßen, der helfen kann’. Denn die Erkenntnis der Studie lautete: Ein moderater Schokoladenverzehr in Höhe von weniger als 6 Portionen pro Woche ist am günstigsten, um sich vor den genannten Krankheiten zu schützen.

Schokolade
(Quelle: Polina Tankilevitch, Pexels Lizenz)

Studien zu Schokolade und Herzgesundheit

Zahlreiche Studien haben sich bereits mit dem Einfluss von Schokolade auf die Herzgesundheit befasst. Problem: Die bisherigen Ergebnisse dieser Studien waren uneinheitlich. Forscher der Universität von Wuhan in China untersuchten diesen spannenden Zusammenhang erneut. Dabei recherchierten sie nach Studien zum Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Schokolade und dem Risiko für koronare Herzkrankheiten (KHK), Schlaganfall und Diabetes und werteten diese im Rahmen einer Meta-Analyse aus.

Eine Meta-Analyse ist ein Verfahren, dass die Ergebnisse verschiedener Studien zu einem wissenschaftlichen Forschungsgebiet zusammenfasst und bewertet.

Schokoladenkonsum reduzierte Risiko für verschiedene Erkrankungen

Die chinesischen Forscher konnten insgesamt 14 Studien (6 Studien zu koronaren Herzkrankheiten, KHK, 7 Studien zu Schlaganfall, 5 Studien zu Diabetes; einige Studien untersuchten mehrere Krankheiten gleichzeitig) mit 508 705 Teilnehmern in ihre Analyse einschließen.

  • Der Vergleich von Personen mit dem höchsten und dem niedrigsten Schokoladenverzehr verdeutlichte, dass Personen mit dem höchsten Schokoladenverzehr ein niedrigeres Risiko sowohl für koronare Herzkrankheiten als auch für Schlaganfall und Diabetes aufwiesen.
  • Der Zusammenhang war dabei nicht gleichmäßig (gleichmäßig in dem Sinne, dass pro Anstieg des Schokoladenkonsums um eine bestimmte Menge, auch eine dementsprechend proportionale Reduktion in dem Krankheitsrisiko gesehen wurde).
  • Bei den Studien zu den koronaren Herzkrankheiten und zum Schlaganfall unterschied sich das Risiko zu erkranken beispielweise nur wenig, wenn 3 Portionen oder 10 Portionen Schokolade pro Woche verzehrt wurden (eine Portion entsprach dabei 30 g Schokolade).
  • Die Studien zum Diabetesrisiko deckten auf, dass die optimale Dosis an Schokolade zur Reduktion des Diabetesrisikos bei 2 Portionen pro Woche lag. Das Diabetesrisiko konnte beim Verzehr von mehr als 6 Portionen Schokolade pro Woche nicht weiter reduziert werden.

Schokoladenkonsum war in dieser Studie mit einem reduzierten Risiko für koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall und Diabetes assoziiert. Dabei erschien ein moderater Schokoladenverzehr in Höhe von weniger als 6 Portionen pro Woche am günstigsten, um sich vor den genannten Krankheiten zu schützen.

Warum das so ist? Keine Ahnung, aber dazu fallen mir mehrere Sachen ein. Die Meta-Studie ist kein Freifahrtschein, Schokolade in sich hinein zu stopfen und später an Adipositas zu leiden. Schokolade in Maßen ist die Devise.


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Vor vielen Jahren habe ich die Eifel-Krimis von Jaques Berndorf (alias Michael Preute) gelesen. Dort pflegte der Ermittler Rodenstock einen ‘Kaffee, einen Kognak und Bitter-Schokolade, samt Zigarre’ zu konsumieren, wenn er Nachdenken musste. Ich selbst habe viele Jahre das Ritual am Abend zelebriert: Um die Stimmung zu heben, Stress abzubauen oder mir einfach etwas gutes zu gönnen, setzte ich mich in meinen Lieblingssessel und knabbere an einem Stückchen Bitterschokolade mit mindestens 80% Kakao-Anteil. Aber maximal ein Stückchen, Zigarre und Kognak habe weggelassen, dafür gab es Mittags dann einen Espresso statt Kaffee. Hat wohl gewirkt, denn ich habe wissentlich bisher weder Diabetes noch Herzkrankheiten ;-).

Studie: Yuan S, Li X, Jin Y, Lu J. Chocolate Consumption and Risk of Coronary Heart Disease, Stroke, and Diabetes: A Meta-Analysis of Prospective Studies. Nutrients. 2017 Jul 2;9(7). pii: E688. doi: 10.3390/nu9070688.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal.de © Alle Rechte vorbehalten

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2 Antworten zu Schokolade gegen Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes

  1. Mance sagt:

    @Eifel-Krimis von Jaques Berndorf

    Stehen bei mir auch 12 im Bücherregal (natürlich gelesen). Waren immer sehr spannend und unterhaltsam :-)

    @Bitterschokolade mit mindestens 80% Kakao-Anteil

    Ich nehme gleich das Original für meine tägl. Müslizubereitung. Ein dicker Esslöffel Kakao schwach entölt (den zum Backen), natürlich ohne Zucker.

    • guenni sagt:

      Nun ja, die Krimis spielen in meiner weiteren Heimat – dort wo ich aufgewachsen bin. Nur wohne ich seit 45 Jahren nicht mehr dort.

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