NASA findet Wasser auf der Vorderseite des Monds

Der Erdenmond wurde zwar vor 51 Jahren erstmals betreten und durch Astronauten sowie Sonden erforscht. Es gibt aber immer wieder neue Erkenntnisse und Überraschungen. Jetzt hat die US-Raumfahrtbehörde NASA Wasser auf der sichtbaren Seite des Mondes per Teleskop in einem Krater nachgewiesen.


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Das Teleskop SOFIA ermöglicht Beobachtungen an Bord eines hoch fliegenden Flugzeugs.  In den dünnen Luftschichten sind Infrarot-Aufnahmen möglich, die auf der Erdoberfläche nicht funktionieren (die Atmosphäre filtert alle Signale weg). Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie der NASA (SOFIA) hat zum ersten Mal Wasser auf der sonnenbeschienenen Oberfläche des Mondes bestätigt, wie die NASA hier mitteilt. Diese Entdeckung deutet darauf hin, dass Wasser über die gesamte Mondoberfläche verteilt sein könnte, und nicht nur an kalten, schattigen Orten.

Image of Moon and illustration depicting water trapped in lunar soil and NASA’s Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy
(This illustration highlights the Moon’s Clavius Crater with an illustration depicting water trapped in the lunar soil there, along with an image of NASA’s Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy (SOFIA) that found sunlit lunar water. Credits: NASA/Daniel Rutter)

SOFIA hat Wassermoleküle (H2O) im Clavius-Krater, einem der größten von der Erde aus sichtbaren Krater auf der Südhalbkugel des Mondes, nachgewiesen. Frühere Beobachtungen der Mondoberfläche entdeckten eine Form von Wasserstoff, konnten aber nicht zwischen Wasser und seinem nahen chemischen Verwandten, dem Hydroxyl (OH), unterscheiden. Die Daten aus dem Krater zeigen, dass Wasser in Konzentrationen von 100 bis 412 Teilen pro Million eingeschlossen ist – was ungefähr 375 ml Wasser pro Kubikmeter Oberflächenmaterial entspricht.

Zum Vergleich: Die Wüste Sahara hat eine 100-mal größere Wassermenge als die, die SOFIA im Mondboden entdeckt hat. Trotz der geringen Mengen wirft die Entdeckung neue Fragen darüber auf, wie Wasser entsteht und wie es auf der rauen, luftlosen Mondoberfläche fortbesteht.

„Wir hatten Hinweise darauf, dass H2O (Wasser) auf der Sonnenseite des Mondes vorhanden sein könnte“, sagte Paul Hertz, Direktor der Abteilung Astrophysik in der Direktion für Wissenschaftsmissionen im NASA-Hauptquartier in Washington. „Jetzt wissen wir, dass es dort ist. Diese Entdeckung stellt unser Verständnis der Mondoberfläche in Frage und wirft faszinierende Fragen zu den für die Erforschung des Weltraums relevanten Ressourcen auf“. Die Ergebnisse werden in der neuesten Ausgabe von Nature Astronomy veröffentlicht.


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