Zoff zwischen Netto und Zucker-/Salz-Verbänden

Momentan zoffen sich der Lebensmittelsdiscounter Netto und die Zucker- und Salz-Verbände. Hintergrund ist ein Anzeigenkampagne von Netto mit der Ankündigung, den den Zucker- und Salzgehalt in den eigenen Produkten weiter zu reduzieren. Dies rief die Verbände für Salz und Zucke auf den Plan. 


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Lebensmitteldiscounter sind sehr innovativ, was Werbung und die Abstimmung auf konsumentengerechtes Verhalten betrifft. Am Artikelende finden sich mehrere Beiträge, die sich zwar auf Aldi und Lidl beziehen, aber Beleg für deren Verhalten, in schwindenden oder anziehenden Absatzmärkten, ist. Und Lidl sowie Netto Markendiscount gehören m.W. zum Edeka-Konzern. Jetzt gibt es Zoff um eine Netto Anzeigenaktion. 

Was ist der Hintergrund?

Zu viel Salz und zu viel Zucker sind schädlich für unsere Gesundheit, das ist allgemein bekannt. Netto will darauf reagieren und informiert auf der Webseite Weniger ist mehr über seine Pläne.

Netto Information

Netto hat sich ein klares Ziel gesetzt: In den nächsten drei Jahren soll in relevanten Sortimenten wie Gebäck, Süßwaren und nichtalkoholische Getränke der Anteil an Salz und Zucker um bis zu 25 Prozent gesenkt werden. Bewusste Ernährung spielt in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle und dabei will Netto seine Kunden unterstützen.

Weniger Zucker und Salz in Eigenmarkenprodukten

In den vergangenen drei Jahren konnte das schon erfolgreich bei über 100 Eigenmarkenartikeln umgesetzt werden. Der Zuckergehalt wurde so bereits durchschnittlich um rund 10 Prozent reduziert. Beim Salzgehalt hat Netto eine durchschnittliche Reduktion um rund 30 Prozent erzielt.

Wie das Branchenblatt Absatzwirtschaft in diesem Artikel berichtet, schaltete Netto gleichzeitig die Werbung „Salz und Zucker sind gefährlicher als du denkst“ und ‘”Das weiße Zeug tut dir nicht gut.” – hier das Anzeigenmotiv auf Facebook.

Netto-Anzeige gegen Zucker und Salz

Die vier weißen Linien könnten bei dem einen oder anderen Betrachter möglicherweise die Assoziation auslösen, dass es sich auch um Kokain, Kurzform Koks, handeln könnte.

Verbände sind erbost

Laut Absatzwirtschaft hat dies die Verbände für Zucker und Salz auf den Plan gerufen. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker, ein Lobbyverband der Zuckerindustrie, schaltete eine einseitige Anzeige in der Lebensmittel Zeitung. Titel: „Dealer gesucht? Dann geh doch zu Netto!“ Es wird auf die betreffende Netto-Werbung angespielt. Die Anzeige bewirbt Zucker als „ein gutes, traditionelles Produkt aus der Natur und Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung“.


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Auch der Pressesprecher, Dieter Krüger, vom Verband der Kali- und Salzindustrie e. V. in Berlin, wendet sich gegen die vermeintliche Gleichsetzung von Salz und Kokain: Es gibt die medizinische Tatsache, dass der menschliche Körper Salz benötigt, um seine Lebensfunktionen aufrechtzuerhalten. Er kann Salz nicht selbst bilden. Wir sorgen über unsere tägliche Nahrungsaufnahme automatisch für eine ausreichende Menge an Salz.“

Wissenschaftler haben allerdings Belege gefunden, das Drogen die gleichen Nervenzellen im Gehirn wie Salz stimulieren. Die Geschichte mit einem ernsten Hintergrund wird in diesem Artikel bei Absatzwirtschaft in allen Facetten ausgebreitet.

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