Firmen spekulieren auf "Metall-Asteroiden" im Weltraum

Es gibt im Sonnensystem Asteroiden, die reich an Metallen sind. 2023 wurde eine erste Sonde zur Erkundung eines solchen Himmelskörpers losgeschickt. Firmen spekulieren drauf, Metalle auf solchen Himmelskörpern abbauen zu können.


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Mission Psyche

Am 13. Oktober 2023 hat die US-Raumfahrtbehörde NASA die Asteroidenmission Psyche erfolgreich auf den Weg gebracht (siehe Asteroidenmission Psyche zu Metallasteroiden gestartet. Eine Sonde soll den Asteroiden Psyche besuchen und erforschen. Die Sonde soll nach einer Strecke von rund 3,5 Milliarden Kilometern 2029 bei Psyche ankommen.

Psyche ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels, der sich zwischen Mars und Jupiter)in rund 5 Jahren um die Sonne bewegt. Mit einem Durchmesser von 250 km ist der kartoffelförmige Psyche einer der größten Asteroiden des Hauptgürtels. In 4 Stunden und 12 Minuten rotiert er einmal um die eigene Achse. Radarbeobachtungen zeigten, dass Psyche aus Eisen und Nickel besteht.

Lassen sich Metalle abbauen?

Im Beitrag Asteroid (16) Psyche: 700 Trillionen US-Dollar wert? hatte ich bereits über den möglichen Wert dieses kleinen Asteroiden spekuliert. US-Firmen stehen daher bereits in den Startlöchern, um "Bergbau im Weltraum" zu betreiben und Metalle von solchen Asteroiden zu gewinnen. Arstechnica hat sich in einem Beitrag In the race for space metals, companies hope to cash in mit dem Thema "kommerzielle Ausbeutung von Asteroiden" beschäftigt.

Bergbau im Weltraum

Der Beitrag erwähnt, dass bereits im April 2023 ein Satellit von der Größe einer Mikrowelle ins All gestartet sei, um den Abbau von Asteroiden vorzubereiten. Die Mission, die von einem Unternehmen namens AstroForge durchgeführt wurde, stieß zwar auf Probleme, sei aber Teil einer neuen Welle von Unternehmen, die mit Asteroidenbergbau Kasse zu machen hoffen.

Asteroiden enthalten Metalle wie Platin und Kobalt, die in der Elektronik bzw. in Batterien für Elektrofahrzeuge verwendet werden. Obwohl diese Materialien auf der Erde reichlich vorhanden sind, können sie auf Asteroiden stärker konzentriert sein als an den Fundstellen auf der Erde. Und der Abbau im Weltraum könnte die schädlichen Auswirkungen des Bergbaus auf unserem Planeten verringern, argumentieren die Befürworter.

Der Artikel geht auf Projekte ein, die in Planung sind. Insgesamt brauchen die betreffenden Firmen aber sehr viel Optimismus und Finanziers im Hintergrund, die über lange Zeiträume investieren. Denn ich sehe noch nicht so bald, d.h. in einem Zeitraum von 10 Jahren, nennenswerte Fortschritte beim Asteroiden-Bergbau.


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Eine Antwort zu Firmen spekulieren auf "Metall-Asteroiden" im Weltraum

  1. Anonymous sagt:

    In diesem Sinne: "Don't Look Up"
    Ich fand den Film gut :)

    Und die "Nostromo" aus einem anderen, bekannten Film geht mir durch den Kopf…

    Wobei ich ersten Film für nähert an der Realität sehe ;)

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