Ähm, was ist eigentlich aus Supernova SN 1987A geworden?

Im Jahr 1987 explodierte in der Großen Magellanschen Wolke eine Sonne als Supernova. Astronomen haben das beobachtet und dem Objekt die Bezeichnung SN 1987A gegeben (SN steht für Supernova, 1987 ist das Entdeckungsjahr und A der erste Buchstabe für die erste Supernova). Die Sonne ist verblasst – und es stellt sich die Frage, was mit dem Stern passiert ist. Astronomen kennen nun die Antwort.


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Es passierte am 24. Februar 1987: 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt entwickelte sich ein Stern in der Großen Magellanschen Wolke, einer Nachbargalaxie der Milchstraße, zu einer Supernova. Die Supernova SN 1987A wurde beobachtet (ließ sich auf der Südhalbkugel der Erde sogar mit bloßem Auge sehen), verschwand dann aber als Stern vom Himmel. Laut Wikipedia war SN 1987A die erste Supernova, bei der man den Vorgängerstern identifizieren konnte. Der als Supernova endende Stern war Teil eines Dreifachsternsystems.

Er wurde bereits vor seinem Untergang von Nicholas Sanduleak in einem Verzeichnis von heißen blauen Sternen in der GMW klassifiziert. Der Kollapsar wird mit Sanduleak −69° 202 (kurz Sk −69 202) bezeichnet und besaß etwa 17 Sonnenmassen. Sk −69 202 beendete sein Leben als so genannter Blauer Überriese. Sein Alter zum Zeitpunkt der Explosion wird auf „nur“ etwa 20 Millionen Jahre geschätzt. Während dieser kurzen Lebensspanne verfeuerte er seinen Energievorrat im Vergleich zur Sonne, die bereits etwa 5 Milliarden Jahre alt ist, also um ein Vielfaches schneller.

Seit dieser Zeit versuchen Astronomen herauszubekommen, was von dem Stern übrig ist. Man vermutete einen Neutronenstern als Überbleibsel der Supernova, konnte diesen aber nicht finden. Jetzt ist es Astronomen gelungen, doch einen Neutronenstern im Zentrum der Explosion nachzuweisen (siehe auch diesen englischsprachigen Artikel). Die FAZ hat einen entsprechenden Artikel mit weiteren Details veröffentlicht.

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