Reicht eine Viertel-Dose Moderna-Impfstoff gegen COVID-19 aus?

Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)COVID-19-Impfstoffe auf mRNA-Basis sind weltweit immer noch knapp, wenn man den riesigen Bedarf zugrunde legt. Vom Impfstoff Moderna des gleichnamigen US-Herstellers werden pro Impfung 100 Mikrogramm verabreicht, während bei Biontech 30 Mikrogramm gespritzt werden (siehe Der CureVac-Impfstoffkandidat und die 47% Wirksamkeitsstudie). Die 100 Mikrogramm wurden in der Zulassungsstudie als „optimale Dosis“ mit der besten Immunantwort bei vertretbaren Impfnebenwirkungen ermittelt. Nun gibt es aber eine US-Studie, die nachweist, dass auch ein Viertel der Impfstoffmenge, nämlich 25 Mikrogramm, eine ausreichende Immunantwort erzeugen.


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Wissenschaftler des La Jolla Instituts in den USA haben nun untersucht, ob auch geringere Dosen des Impfstoffs ausreichend Impfschutz gegen COVID-19 bieten. In der Studie wurde Teilnehmern statt der 100 nur 24 Mikrogramm des Moderna-Impfstoffs gespritzt. Bei Untersuchungen von Blutproben der Probanden, im im Abstand von 28 Tagen die beiden Impfungen mit 25-Mikrogramm Impfstoff erhielten.

Spritze, Impfstoff
(Quelle: Pexels/Pixabay CC0 Lizenz)

Das Ergebnis ist erfreulich, denn sechs Monate nach der zweiten Impfung hatten die Probanden noch Antikörper im Blut. Die Immunantwort war mit der von COVID-19-Genesenen vergleichbar.  Das könnte dazu führen, dass der US-Hersteller Moderna die Zulassung des Impfstoffs nach den obigen Kriterien (2 Impfungen binnen 28 Tagen mit je 25 Mikrogramm Wirkstoff) beantragen könnte. Das bedeutet, es stände dann weltweit die vierfache Menge des Moderna-Impfstoffs für die Menschen zur Verfügung.

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet in diesem Artikel, dass eine ähnliche Studie in Belgien prüft, ob der Wirkstoff von Biontech/Pfizer auch in niedrigerer Dosis verimpft werden kann. Das ist ein aus der Vergangenheit bekanntes Phänomen, dass eine reduzierte Dosis eines Impfstoffs nach dessen Erstfreigabe auch ausreicht, um einen Impfschutz zu erlangen. Bei Gelbfieber wurde die im Jahr 2016 in Afrika und Südamerika genutzt, um mehr Menschen impfen zu können.

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