Die belästigenden ‘Sie haben gewonnen’-Anrufe

Ich glaube, jeder Besitzer eines Festnetztelefons kennt sie, die nervenden Telefonanrufe, wo eine Bandansage einen Gewinn verspricht oder eine angebliche ‘Handwerkergemeinschaft’ den Hausbesitzer sprechen und für Leistungen werben will. Das ist in Deutschland ohne explizite Einwilligung des Verbrauchers unzulässig. Ich habe nun einen solchen Fall mal aufgezeichnet und einige Gedanken zum Thema zusammen geschrieben.


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Es ist eine ständige Belästigung, Telefonanrufe von Werbern zu den unmöglichsten Zeiten, die einem unerwünschte Produkte anbieten wollen. Diese als Cold-Call bezeichneten Anrufe sind in Deutschland seit Jahren verboten, wenn der Verbraucher nicht eingewilligt hat. Verbraucher können daher bei der Bundesnetzagentur Beschwerde gegen die Anrufer einreichen, was ich auch regelmäßig per Internet tue. Gerade noch habe ich die Meldung gelesen, dass die Bundesnetzagentur 1,1 Millionen Euro an Bußgeld gegen solche Firmen verhängt hat. Das ist aber nur die Spitze eines Eisbergs – und das Instrument Beschwerde ist eine stumpfe Waffe.

Die Tricks der Werber

Da diese Art der Anrufe in Deutschland verboten ist, verwenden die Firmen allerlei Tricks. Da wird aus dem benachbarten Ausland angerufen, oder die Firmen verwenden eine kurze Bandansage, in der ein Gewinn versprochen wird. Dazu muss der Angerufene aber eine Taste drücken.

Manchmal werden irgendwelche Rufnummernblöcke angemietet, über die diese Anrufe per Telefoncomputer laufen. Ich recherchiere dann gewohnheitsmäßig, indem ich diese Telefonnummer in der Internetsuche eintippe. Meist bekommt man dann schon Treffer ‘belästigende Werbeanrufe, Gewinnspiel, es meldet sich niemand, unseriös oder so ähnlich’. Persönlich notiere ich mir die Daten und lege bei der Bundesnetzagentur Beschwerde ein.

Weiterhin habe ich mir neben der Beschwerde bei der Bundesnetzagentur folgendes angewöhnt. Wird eine Telefonnummer im Display des Telefons angezeigt, ist diese auch von meiner FRITZ!Box, über die die Telefonate laufen, erfasst. Ich blockiere diese Telefonnummer dann in der FRITZ!Box, so dass ich nicht mehr über diese Nummer angerufen werden kann. Ich hatte dazu einmal etwas im Blog-Beitrag Telefon-Spam 0211-36870409 in FRITZ!Box blocken drüben im IT-Blog geschrieben.

Problem bei diesem Ansatz ist aber, dass man die angezeigte Telefonnummer auch fälschen kann. Zudem gehen die Betrüger dazu über, die übermittelte Telefonnummer zu unterdrücken. Dann kommt ein anonymer Anruf. Da ich als Autor eine öffentliche Person bin, stehen meine privaten Telefonnummern seit Jahren nicht mehr im Telefonbuch. Ich habe nur eine Telefonnummer, die mal in einem Telefonverzeichnis stand, auf den Apparat im Büro gelegt. So werde ich nur im Büro durch diese Anrufe belästigt.

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen …

Freitag, den 17.05.2019, war es um 12:58 Uhr wieder so weit. Dann sind die Leute ggf. beim Mittagessen daheim und gehen ans Telefon. Ich habe diese Art Anrufe aber auch schon abends oder am Vormittag erhalten. Dieses Mal wurde keine Nummer im Display angezeigt. Da es früher aber noch Anrufe von Angehörigen über analoge Telefonnummern gab (da wird keine Nummer angezeigt), habe ich das Gespräch angenommen. Eine Bandansage des anonymen Anrufers beglückte mich mit:

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen Gutschein im Wert von 400 Euro, Reisegutschein, Bargeld … gewonnen. Wenn Sie über Ihren Gewinn benachrichtigt werden möchten … drücken Sie die #1.

Früher habe ich das Telefon dann auf den Schreibtisch gelegt und gewartet, ob irgendwann ein Mensch an das Gerät geht – in diesem Fällen habe ich die Person dann mit unsinnigen Hinweisen eine Zeit lang beschäftigt. Hat auch bei Betrugsanrufen im angeblichen Auftrag von Microsoft geklappt – manche haben sich eine halbe Stunde mit mir beschäftigt, bis sie gemerkt haben, dass sie auf den Arm genommen wurden. Aber diese Masche wurde längst eingestellt – die Bandansage läuft und dann wird bei fehlender Reaktion aufgelegt.


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Da der Anruf anonym erfolgte, und ich die Lumpen fangen wollte, habe ich die Taste 1 gedrückt. Die Hoffnung: Es meldet sich ein Operator und ich kann näheres über die Auftraggeber herausfinden. Aber nach dem Drücken der 1 wurde aufgelegt.

Gut, ich bin da naiv, aber irgend eine Information fällt bei so etwas immer ab. Dass ich am Telefon keine Daten preisgebe und nie auf Fragen mit ‘Ja’ antworte, weiß ich auch (dieses Ja wurde schon in Betrugsfälle zu einer Zustimmung für einen Vertrag zusammen geschnitten).

Hallo, hier ist Burda, Bauer, Gruner & Jahr …

Am Samstag den 18.5.2017 war ich zufällig im Büro, als ein Anruf von der Nummer 0211-4528977 erfolgte. Ich habe recherchiert, die Nummer wird als unseriös eingestuft, da sie mit ‘Gewinnspielen’ in Verbindung gebracht und als störend angegeben wurde.

Es meldete sich ein Mitarbeiter, angeblich im Auftrag von Axel Springer (Burda, Bauer, Gruneer & Jahr etc.), und gab an, dass ich oder ein Mitglied meines Haushalts gestern den Anruf entgegen genommen und die Taste 1 gedrückt habe. Die Nummer wäre angerufen worden, weil ich Kunde bei Axel Springer sei – und es wurden diverse Zeitschriften genannt. Mir war nur die ADAC-Mitgliederzeitschrift bekannt, die ich bekomme.

Da versucht also eine unseriöse Firma vermutlich über Bestandsdaten oder zufällige Anrufe für diese Verlage zu werben. Als ich anfing, und beim Mitarbeiter (ich vermute eines Callcenters) bestritt, ein Kunde von Axel Springer zu sein, und nachzufragen versuchte, um weitere Details herauszufinden, wurde abrupt aufgelegt.

Das Ganze legt den Schluss nahe, dass da Call-Center über Kalt-Akquise weitere Zeitschriftenabos für Verlage des Axel Springer-Konzerns einwerben wollen. Dass dies mit Wissen oder Billigung von Axel Springer passiert, wird man als Außenstehender nur sehr schwer nachweisen können. Üblicherweise können diese Call-Center über Werbeverträge Prämien für jedes vermittelte Abo von den betreffenden Firmen kassieren. Und da wird nicht (oder nur bei gehäuften Beschwerden) genauer nachgeschaut. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Eine kurze Recherche forderte zig Treffer im Internet bezüglich dieser Masche zutage. Bei verbraucherschutz.de ist dieser Beitrag zu finden, bei dem sich mehrere Betroffene zu Wort melden. Auch auf Anti-Spam ist eine Seite mir Meldungen von Betroffenen aus 2007 abrufbar. Der Beitrag hier thematisiert das Ganze unter der Rubrik ‘Systematischer Betrug mit Abonnements’ – und die HNA hält einen Artikel aus 2018 bereit, der eine Inkasso-Forderung an eine Rentnerin für ein angeblich abgeschlossenes Abo beim Axel Springer-Verlag thematisiert.

Alles in allem ist das eine höchst dubiose Masche. Eine Beteiligung von Axel Springer, wissentlich oder unwissentlich, ist nicht nachweisbar. Aber man kann sich schon die Frage stellen: ‘Wem nützt es, außer dem Anrufer, wenn die sich als Axel Springer ausgeben’?

Extreme Sauerei, die Politik handelt nicht

Das ist eine extreme Sauerei – da diese Masche mit Gewinnspielanrufen auf dem Anschluss seit Jahren so läuft, ohne dass die Urheber ermittelt und wegen Cold Calls belangt werden. Und wenn es ganz dumm kommt, wird den Angerufenen auch noch ein Abonnement angedichtet. Verbraucherschützer fordern seit langem, dass am Telefon abgeschlossene Verträge nur nach Unterschrift gültig werden (siehe).

Diese Forderung wurde meiner Erinnerung nach vor Jahren von der CDU abgeschmettert – man wollte die Werbewirtschaft nicht mit überzogenen Maßnahmen schädigen, klingt es bei mir im Hinterkopf. Die CDU feiert sich noch 2018 in dieser Pressemitteilung für ‘mehr Verbraucherschutz’, weil bei ‘telefonisch untergeschobenen Verträgen über Telefondienstleistungen oder Stromlieferungen der alte Vertrag schriftlich gekündigt werden muss’.  Aber vielleicht trügt meine Erinnerung ja auch.

Dabei wäre es ganz einfach: Vertrag nur nach schriftlicher Einwilligung des Verbrauchers und viele der nervenden Anrufe hätten sich erledigt. Ende 2018 hat heise in diesem Artikel das Thema nochmals aufgewärmt. Die bisherigen Regeln greifen erkennbar nicht, die Zahl der Beschwerden bei der Bundesnetzagentur nehmen zu. Jetzt versuchen die Bundesländer einen Vorstoß und haben im Frühjahr 2018 im Bundesrat einen Gesetzesantrag für die sogenannte „Bestätigungslösung“ beschlossen. Sprich: Es gibt noch kein Gesetz, das ist auf die lange Bank geschoben. Klaus Müller, Verbraucherschützer und Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, fordert die grundsätzliche Unwirksamkeit von Telefonverträgen.

Und sonst? Trockne die Tümpel aus, dass kommst Du an die Frösche. Es wird sich nie nachweisen lassen, aber der Tümpel ist in meinem Augen der Ansatz von Axel Springer und anderen Anbietern, über Agenturen Abonnements einwerben zu lassen. Würden nur seriöse und zertifizierte Agenturen zugelassen und für den Abschluss von Verträgen zertifiziert, die dann zusätzlich schriftlich zu bestätigt sind, wäre das Problem meiner Einschätzung nach vom Tisch. Diesen Schritt in Richtung vorsorglicher Verbraucherschutz wollen die Unternehmen aber erkennbar nicht gehen. Zeit, dass die Politik mit einem Gesetz den Tümpel austrocknet – oder wie seht ihr das?

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14 Antworten zu Die belästigenden ‘Sie haben gewonnen’-Anrufe

  1. Walter G. sagt:

    Wir haben damals, als es erstmals möglich wurde, dem Eintrag ins öffentliche Telefonbuch widersprochen und unsere Telefonnummer auch nur dort angegeben, wo es zwingend notwendig war. Wer uns erreichen will, kennt entweder unsere Nummer oder kann schreiben. Das war eine weise Entscheidung, denn es gibt so gut wie keine Belästigung durch derartige Anrufe, allenfalls mal ein Meinungsforschungsinstitut pro Jahr, aber solche Anrufe beenden wir sehr schnell.

    Und da auch nicht alle, die wir anrufen, unsere Nummer erfahren sollen, ist auch die Rufnummernanzeige unterdrückt. Das geht ja auch bei VoIP – zumindest bei der Telekom, sowohl im Online-Portal als auch im Speedport-Router.

    • guenni sagt:

      Diese ‚weise Entscheidung‘ ist leider für mich nicht gangbar. Der weise deutsche Gesetzgeber und die daran hängende Justiz verlangen, dass ich eine Telefonnummer gut erreichbar auf den Webseiten angebe. Ergo habe ich diese betreffende Telefonnummer auch nur im Telefonbuch angegeben.

      • Walter G. sagt:

        Ist schon klar, dass auf einer Website die Pflichtangaben stehen müssen. Mein Hinweis war ganz allgemein für die Leserschaft gedacht.

        Und wer noch auf den Zug aufspringen möchte, der hat vielleicht noch die 2 Gratis-Rufnummern, die es bei der Umstellung von analog auf VoIP zusätzlich gab, und kann sie im Router entsprechend einrichten und irgendwann die alte Nummer stilllegen. Nur so als Tipp – ist natürlich mit ein wenig Arbeit verbunden.

  2. Blupp sagt:

    Dieser Telefon-Irrsinn ist schon ein Krampf. Seit Jahren kämpfe ich hier ebenfalls und es hilft eigentlich nur eisern alles zu sperren um halbwegs Ruhe zu haben. Auch meine Nummern stehen in keinem Telefonbuch. Dank Adresshandel reicht es eine ältere Person in der Verwandtschaft zu haben die bei OTTO bestellt. Dann kommt mal was größeres und man erklärt sich bereit die Speditionslieferung anzunehmen, weil die ältere Person zu der Zeit leider nicht da ist. Die wollen dann eine Telefonnummer damit der Lieferant auch wirklich jemanden antrifft…

    Man ist ja hilfsbereit und es fing mit Werbeanrufen von OTTO an und es kamen immer mehr Firmen dazu. Aktuell hab ich hier ganze Nummernblöcke gesperrt um wieder Ruhe zu haben. Beschwerden bei der BNA haben nichts gebracht, als normaler Mensch fühlt man sich in diesem Lande nur verarscht. Es kamen auch ständig die Anrufe „Sie haben gewonnen …“ mit Münchener Vorwahl, alle samt mit aufgesetzter Nummer. Gut das ich in München niemanden kenne, also 089* gesperrt, die Alternative wär gewesen das Telefon im Klo zu ersäufen.
    Angefangen hat dieser Irrsinn mit der Annahme einer Lieferung, das hat man nun davon wenn man anderen hilft. Was daran komisch ist, ist, dass nur die Nummer betroffen ist die an OTTO weitergegeben wurde, ein Schelm wer Böses denkt.

  3. kahaemm sagt:

    Nun ja, die größten Probleme aus meiner Sicht sind die Anrufe mit unterdrückter Nummer. Gegen die kann man sich nicht wehren, außer man sperrt alle dieser Anrufe. Aber es wurde ja auch schon geschrieben, dass es irgendwo im Verwandten-/Bekanntenkreis jemanden gibt, der seine Rufnummer nicht übermittelt. Anrufe solcher Personen möchte man natürlich annehmen. Also wird dieser Irrsinn mit Hilfe der Rufnummernunterdrückung weitergehen. Dabei hat es meines Wissens mal ein Verbot der Rufnummernunterdrückung für Nicht-Privatansachlüsse gegeben. Gibt es das noch, oder wurde das auch gekippt?

  4. Gert Widmann sagt:

    Also, ich bin dazu übergegangen, Anrufern, die mir ein Abo verkaufen wollen und dazu noch fragen, stimmt denn Ihre Adresse und Ihre Kontonummer noch und mir dann eine Adresse und Kontonummer nennen, die seit 10 Jahren und noch länger nicht mehr stimmen, denen zuzustimmen. Sollen sie an meine alte Adresse Magazine zustellen und von einer nicht existierenden Kontonummer abbuchen…

  5. Monika Daniel sagt:

    ich hatte gerade nen Anruf von der Fernsehlotterie, hahaha niemals mit unterdrückter Nummer

    geschickt gemacht da die Erkennungsmelodie im Hintergrund lief, ich wäre gewinne nr. 700 irgendwas und muss nur taste 1 drücken, ich hab aufgelegt…….

  6. deoroller sagt:

    Heute sind anscheinend unzählige Leute mit Gewinnspiel Bandansagen (Rechtsanwälte Bertelsmann und Partner) belästigt worden. Bei verbraucherschutz.de gingen seit einer knappen Woche über 400 Kommentare dazu ein. Ich habe auch eine Ansage auf dem AB konserviert. In der Faschingzeit treiben sich Komiker aller Art um.

  7. Bergfreund sagt:

    Der neue Trick mit der Fernsehlotterie
    Am 26.02. wurde ich etwa um 18.00 Uhr angeblich von der Fernsehlotterie auf dem Festnetz angerufen, ich hätte die Kündigung meines Abos verstreichen lassen und das Abo gilt weiter bis März 2020! Das würde im Jahr 690 Euro kosten. Aus Kulanz berechnen sie mir nur drei Monate mit je 69,00 €. Da ich meines Wissens nie ein Abo für ein Los der Fernsehlotterie abgeschlossen habe und folglich auch kein Geld dafür bezahlt habe, wollte ich vom Anrufer Einzelheiten zum angeblichen Vertragsabschluss wissen. Die Antwort, ich hätte die AGB ja unterschrieben. Dann wurde der Anrufer frech und legte auf. Nun warte ich auf die angebliche Rechnung, die sie mir mit der Post zuschicken wollten. Übrigens der zweite Anruf dieser Art in diesem Jahr.

  8. Kwac sagt:

    Heute, am 16.06.20 um 17:44 Uhr hatte ich auch einen anonymen Anruf mit Bandansage:
    „Hallo lieber Teilnehmer, Sie haben ein Los der Fernsehlotterie gewonnen…“
    Da habe ich sofort aufgelegt

    • guenni sagt:

      Die Sauerei ist, wenn wirklich die Fernsehlotterie dahinter steckt, solche klar rechtswidrigen Machenschaften für den Vertrieb genutzt werden. Ich habe mal eine Anfrage an deren Presseabteilung mit Bitte um Stellungnahme geschickt.

      Ergänzung: Ich habe eine Antwort der Presseabteilung der Fernsehlotterie erhalten, die ich hier einfach veröffentliche.

      Die Anrufe stammen nicht von uns und auch nicht von einem von uns beauftragtem Dienstleister. Wir haben leider seit vielen Monaten vermehrt Hinweise auf betrügerische Anrufe bei Menschen mit und ohne Los der Deutschen Fernsehlotterie. Die Anrufer suggerieren oftmals eine Zugehörigkeit zu unserem Unternehmen. Dies ist falsch. Die Deutsche Fernsehlotterie veranlasst grundsätzlich keine Werbeanrufe bei Privatkunden und unsere Gewinnbenachrichtigungen gehen per Post raus. Wir warnen vor Anrufern, die sich auf die Deutsche Fernsehlotterie, ihre Lose und Gewinnmöglichkeiten beziehen und eine Weiterleitung erwirken wollen. Dieses Verhalten ist rechtswidrig im Sinne des Wettbewerbsrechts, des Bundesdatenschutzgesetzes bzw. der DSGVO. Wir haben auch auf unseren Kanälen darüber informiert (bspw. hier, aber auch auf Facebook (oben angepinnt), auf Twitter (bspw. hier oder hier), Instagram sowie auf unseren Newslettern etc. Leider können wir nicht jeden erreichen und warnen. Wir haben zudem unseren Rechtsanwalt eingeschaltet und prüfen alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel, ein solches Vorgehen zu unterbinden.

      Also: Auch wenn die Fernsehlotterie oder andere Organisationen genannt werden, diese haben meist nichts mit den belästigenden Anrufen zu schaffen, deren Name wird missbraucht.

  9. Bettina sagt:

    Da die Armleuchter inzwischen Anonym anrufen: so kann man alle Anonym ankommenden Anrufe über die Fritzbox sperren: 1. Anonyme Anrufe sperren

    Öffnet die Benutzeroberfläche der Fritzbox im Browser.
    Navigiert zu Telefonie > Rufbehandlung.
    Klickt unter der Registerkarte Rufsperren auf „Neue Regel“.
    Unter „Art des Anrufs wählen“ stellt ihr „ankommende Anrufe“ ein.
    Als Bereich wählt ihr „Ohne Rufnummer“ aus und bestätigt mit OK.

  10. Wolf Manfred sagt:

    Die lamentierende Darstellung ist ja ganz gut, aber ich hätte halt gerne mal gewusst, was nach der „Gewinnspielansage“ und der daraufhin gedrückten 1 passiert ist, und wie man verhindern kann, daß – wenn mn dchon mal die 1 gedrückt hat – machen kann, um Schaden zu verhindern.

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