Valentinstag: Tipps gegen den Dating-Betrug

Es ist nie vorbei, auch Leute im Seniorenalter sind für Dating und neue Partner kennen lernen offen. Modern ist sich in Online-Börsen und per Dating-App auf Partnersuche zu begeben. Aber es gibt auch dort Betrug. Daher zum Valentinstag einige Tipps, damit man nicht auf Dating-Betrug hereinfällt.


Anzeige

Online-Dating-Portale und -Apps werden genutzt

Online-Dating-Portale und -Apps erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Eine im Februar letzten Jahres erschienen Studie des Digitalverbandes Bitkom zeigte, dass 30 Prozent aller Befragten ab 16 Jahren bereits einen solchen Dienst genutzt haben. In der Altersgruppe der 16-29-Jährigen waren es sogar ganze 41 Prozent, bei den 30-49-jährigen sowie den 50-64-Jährigen immer noch über ein Drittel (36 Prozent, beziehungsweise 34 Prozent). Befragt wurden für die repräsentative Erhebung insgesamt 1.007 Bundesbürger. 

Risiko von Datenmissbrauch

Bei aller Beliebtheit von Online-Dating-Portalen sollten User in keinem Falle das Risiko von Datenmissbrauch in diesem Zusammenhang unterschätzen. Wie die aktuelle Version des jährlich erscheinenden Digitalbarometers des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zeigte, ist etwa jeder vierte Internetnutzer in Deutschland (24 Prozent) schon mindestens einmal Opfer von Cyberkriminalität geworden. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Nutzer das Thema IT-Security oftmals nicht ernst genug nehmen.

Während den meisten bewusst ist, dass Sicherheit beim Onlinebanking oder -shopping eine hohe Priorität haben sollte, machen sich nur wenige Befragte Gedanken um die Bereiche, zu denen auch Online-Dating-Seiten und Applikationen zählen. Nur 14 Prozent sehen den Bedarf für ein hohes Sicherheitsniveau in Bezug auf die Nutzung sozialer Netzwerke und 11 Prozent bei der Kommunikation per Messenger. Insgesamt betrug der Schaden durch Cybercrime allgemein in Deutschland im Jahr 2018 60,7 Milliarden Euro, wie der aktuelle Lagebericht des BKA enthüllte. 

Schutz vor Missbrauch

Doch wie können Nutzer sich effektiv schützen? Es gibt einige Punkte, die dringend beachtet werden sollten, wenn es um die Nutzung von Dating-Portalen geht. SailPoint, ein Spezialist für Enterprise Identity Governance, hat die folgenden drei Tipps zusammengestellt, die ich nachmals für die Zielgruppe 50 Plus überarbeitet und angepasst habe.

1)   Recherche ist das A und O:

User sollten sich vor der Nutzung des Dienstes informieren und eine seriöse, anerkannte Dating-Plattform wählen und sich immer bewusst sein, dass auch Cyberkriminelle diesen Service nutzen können. Bei der Kommunikation mit anderen Usern sollte man immer nachsehen, ob diese ein verifiziertes Konto oder Profil haben, denn Dating-Betrüger erstellen oft gefälschte Profile mit Fotos, die im Internet leicht zugänglich sind. 

Für interessierte Leser-/innen ein kleiner Tipp: Vielleicht einen Blick auf platinnetz.de werfen. Zielgruppe sind dort Leute über 50 – und das Angebot wurde vor einiger Zeit von feierabend.de übernommen (siehe auch diese Seite). Die Basis-Mitgliedschaft ist kostenlos und die Profile werden redaktionell geprüft. Deren Betreiber kenne ich seit 2001 (von einigen Besuchen in deren Büros). Zumindest dürfte vom Betreiber keine willentliche Abzocke geplant sein – ob man von einem Mitglied auf der Plattform hereingelegt wird, steht auf einem anderen Blatt. Daher vielleicht auch mal den Artikel Betrogene Liebe – Heiratsschwindel und Brautbetrug auf feierabend.de lesen.

2)   Begrenzen der geteilten Informationen:

Nutzer sollten unbedingt abwägen, bevor sie zu viele Informationen online preisgeben. Der Grund: Betrüger durchsuchen Dating-Seiten, Applikationen und soziale Netzwerke und versuchen, eine Verbindung zu ihren nichtsahnenden Opfern aufzubauen.

  • Persönliche Informationen zur Identifizierung (etwa Passdaten) oder finanzielle Informationen sowie die Anschrift oder E-Mail-Adresse sollten in keinem Fall weitergegeben werden (Daten zur Identifizierung oder Passdaten könnten später für Online-Betrug missbraucht werden, siehe Vorsicht: Produkttests zum Betrug mit Bankkonten genutzt).
  • Gegebenenfalls eine eigene, kostenlose E-Mail-Adresse bei Anbietern wie GMX oder Web.de für solche Zwecke einrichten.

Insgesamt sollten keine Daten geteilt werden, welche die Sicherheit des Nutzers gefährden könnten.

3)   Vermeiden heikler Gesprächsthemen:


Werbung

Wenn eine der ersten Fragen eines anderen Nutzers persönliche Informationen oder Geld betreffen, sollten User sich nicht darauf einlassen und die Person sofort der jeweiligen Plattform melden. Wenn die Richtung eines Gesprächs unangenehm wird, sollte es sofort beendet werden. 

Geldzuwendungen (kannst Du mir mal aushelfen, ich habe eine Notlage) sollten vermieden werden. Da liegt Abzocke geradezu auf der Hand. Letztendlich ist die wichtigste Cybersicherheitsmaßnahme für Menschen, die online auf Partnersuche sind, wachsam zu sein und sich der Gefahren bewusst zu sein. Es ist schön, wenn die Liebe nochmals zuschlägt, aber den Verstand sollte man dann nicht an der Garderobe abgeben.

Ähnliche Artikel:
Betrug: Falsche Anrufe angeblicher Microsoft-Mitarbeiter
Achtung: Betrugsversuch mit Microsoft Lotterie!
Achtung Betrug: Falsche Microsoft-Mitarbeiter rufen an
Online-Betrug: Schutz vor Phishing & Co.
Betrug: Fingierte Telefonanrufe der ‘Polizei’
Achtung: Betrugsanrufe von +49 4253 4456
Achtung: Phishing-Mails zielen auf Microsoft-Konten
Warnung: Betrüger geben sich telefonisch als Microsoft-Mitarbeiter aus
Falsche “Microsoft-Techniker” erzeugen BlueScreens
Achtung: Thomas Cook-Betrugsmails wegen Kostenerstattung
Vorsicht vor Betrugsmails des “Bundeszentralamt für Steuern”
Betrug per SMS, Abofalle droht


Anzeige


Dieser Beitrag wurde unter Sicherheit abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.