So ne Pleite: "geheimnisvolle Mondhütte" ist ein simpler Felsen …

Das Rätsel, was der chinesische Rover Yutu-2 (Jadehase 2) uns Anfang Dezember 2021 aufgegeben hatte, ist gelöst. Damals schickte der Rover ein Bild einer rechteckigen Struktur, die im Mondstaub am Horizont zu erkennen war. Die chinesische Raumfahrtagentur bezeichnet das Objekt als "神秘小屋" ("geheimnisvolles Haus"). Jetzt hat man das Geheimnis um dieses Objekt gelüftet …


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Kurzer Rückblick

Der chinesische Rover Yutu-2 (Jadehase 2) erkundet seit Anfang 2019 die Rückseite des Mondes. Anfang Dezember schickte der Rover ein Foto aus dem Von-Kármán-Krater, welches eine rechteckige Form am nördlichen Horizont, etwa 80 Meter vom Rover entfernt, zeigt. Die chinesische Raumfahrtagentur bezeichnet das Objekt als "神秘小屋" ("geheimnisvolles Haus").

Nachfolgender Tweet zeigt das Foto des Horizonts, links, und einen stark vergrößerten Ausschnitt, rechts, des Objekts. Obwohl sich dieses nur 80 Meter entfernt befindet, ist nicht wirklich viel zu erkennen. Klicken Sie auf den Screenshot, um ein weiteres Foto zu sehen, auf dem das Objekt rot eingekreist ist.

Würfelförmiges Objekt am Horizont des Monds

Das Rover-Team plante, zu dem 80 Meter entfernten Objekt hinzufahren und sich dieses genauer anzusehen. Es wurde vermutet, dass es mehrere Monate dauert, um die 80 Meter zu überwinden, da jede Bewegung des Rovers genau geplant werden muss, um Krater und Steine zu umgehen.

Erste Nahaufnahmen des Objekts

Und nun sind wir ein paar Wochen älter, der Rover hat die 80 Meter zum Objekt zurückgelegt und erste Nahaufnahmen zur Erde ermittelt. Das Jahr 2021 lief schon nicht gut – Corona und so – und ich wusste, auch 2022 wird nicht besser. Hatte ich doch davon geträumt, über die Entdeckung einer Stele auf dem Mond – wie in Stanley Kubick 2001: Odyssee im Weltraum – berichten zu können, ist das alles zerstoben.

Rechteckiges Objekt auf dem Mond
Felsen auf dem Mond

Das Foto aus obigem Tweet zeigt uns die schnöde Wahrheit: Ein etwas größerer Felsen, der an einem Kraterrand im Mondstaub liegt. Die schlechte Optik der Kameras am Rover sowie die harten Kontrastverhältnisse, die bei Mondfotos auftreten, haben uns einen Streich gespielt. Die Kollegen von heise haben hier einen Artikel zum Thema veröffentlicht.


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