Zwergplanet Haumea hat auch einen Ring

Coole Entdeckung: Nicht nur die großen Planeten wie Saturn, Uranus und Neptun haben einen Ring. Auch Zwergplaneten können solche Ringe aufweisen. Nun hat man einen Ring um den Zwergplaneten Haumea nachgewiesen.


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Die Ringe des Saturn dürften jedem Blog-Leser oder –Leserin schon mal auf Fotos begegnet sein. Diese sind mit einem guten Teleskop sogar von der Erde aus zu beobachten. Auch von den Gasplaneten Uranus und Neptun sind inzwischen Ringsysteme bekannt.

Bei den Kleinplaneten und Asteroiden, die um die Sonne kreisen, hätte man dies so nicht erwartet. Aber bereits 2014 konnten Astronomen Ringe um den Asteroiden Chariklo nachweisen (das ist hier und hier beschrieben). Und im Jahr 2015 kam die Vermutung auf, dass auch der Asteroid Chiron ein Ringsystem aufweist. Den englischsprachigen Beitrag findet man hier, einen deutschsprachigen Artikel kann man hier nachlesen.

Der Zwergplanet Haumea und sein Ring

Der Zwergplanet Haumea (möglicherweise ist es auch ein Asteroid im Kuiper-Gürel) wurde erst im Dezember 2004 entdeckt. Der Himmelskörper umkreist die Sonne auf einer elliptischen Bahn in einer mittleren Entfernung von 6,5 Milliarden Kilometern. Eine direkte Beobachtung mit Teleskopen ist daher unmöglich. Ein Umlauf um die Sonne dauert 284 Jahre.

Haumeas und Monde
(Von A. Feild (Space Telescope Science Institute) Gemeinfrei)

Von diesem Himmelskörper ist bekannt, dass er zwei Monde besitzt und keine kreisrunde Form aufweist. Das obige Bild ist eine künstlerische Darstellung des Zwergplaneten mit seinen Monden.

Am 21. Januar 2017 zog Haumea vor einem Stern vorbei, so dass mehrere Teleskope diesen Vorgang beobachteten und zu neuen Ergebnissen kamen. Der neuesten Veröffentlichung vom 12. Oktober 2017 in Nature zufolge, hat Haumea eine stark elliptische Form mit einer Mindestausdehnung von 2.322 Kilometern – ein Teleskop lieferte die Daten 1.704 ±​ 4 Kilometern Länge und 1.138 ±​ 26 Kilometern Breite. Diese Form ist wohl der Tatsache geschuldet, dass der Körper in lediglich 3,9 Stunden einmal um die eigene Achse rotiert.

(Quelle: YouTube)


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Bei der Beobachtung konnte auch ein Ringsystem um den Himmelskörper nachgewiesen werden. Das obige Video zeigt eine künstlerische Simulation des Asteroiden mit seinem Ringsystem. Deutschsprachige Artikel mit weiteren Hinweisen finden interessierte Blog-Leser/innen beispielsweise bei heise.de oder bei golem.de.

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