Erster exosolarer Mond entdeckt?

Möglicherweise haben Astronomen den ersten Mond in einem fremden Sonnensystem entdeckt. Exosolare Monde beschäftigen die Wissenschaft schon eine ganze Weile. Hier ein paar Informationen.


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Die Frage, ob es in anderen Sonnensystemen Planeten, sogenannte exosolare Planeten, gibt, lässt sich längst mit Ja beantworten. Die Empfindlichkeit astronomischer Methoden ist inzwischen hoch genug, um solche Nachweise zu führen. Inzwischen sind um die 1.000 solcher Planeten bekannt – und über einige Entdeckungen hatte ich hier im Blog berichtet. So wurde im Nachhinein auf Fotoplatten aus dem Jahr 2017 ein Exoplanet nachgewiesen (siehe Nachweis von Exoplaneten auf Fotoplatte von 1917) und es gibt sogar eine direkt Aufnahme eines Exo-Planeten mit drei Sonnen (siehe Cool: Exo-Planet mit drei Sonnen erstmals direkt fotografiert).

Nach Lage der Dinge musste man auch davon ausgehen, dass diese Exoplaneten von Monden, sogenannten exosolaren Monden, umgeben sind. 2013 befasst sich Spectrum.de gleich in zwei Beiträgen hier und hier mit dem Thema exosolare Monde. Dort schreibt man, dass bisher noch keine exosolaren Monde nachgewiesen sind. Das gilt auch für das Jahr 2017 (zumindest bis jetzt).

Möglicher Exo-Mond entdeckt?

Forscher der Columbia University um Alex Teachey glauben jetzt, einen ersten Kandidaten für einen solchen Exo-Mond identifiziert zu haben. In einem englischsprachigen Blog-Beitrag gehen Forscher auf das Thema ein und geben an, einen Kandidaten Kepler-1625b I gefunden zu haben. Die Daten des Weltraum-Teleskops Kepler deuten an, dass der Exoplanet Kepler 1625b einen Mond haben könnte, reichen aber für einen sicheren Nachweis wohl nicht aus.

Daher haben die Forscher Beobachtungszeit auf dem Weltraumteleskop Hubble beantragt und für Oktober 2017 zugesprochen bekommen. Man hofft, mit der Hubble-Beobachtungsmission die Signale des Exomonds bestätigen zu können. Die Veröffentlichung des oben verlinkten Blog-Beitrags wird damit begründet, dass man in die Öffentlichkeit geht, um Spekulationen vorzubeugen. Denn der Antrag für die Beobachtungszeit auf dem Weltraumteleskop Hubble ist öffentlich einsehbar und man befürchtete Sensationsberichte, bevor die Existenz des Mondes bestätigt (oder verworfen) wurde.

Weiterführende Informationen lassen sich in diesem deutschsprachigen Beitrag nachlesen. Persönlich finde ich diese Geschichte extrem spannend, vor allem, weil die Technik von Ingenieurskollegen entwickelt und bereitgestellt wird.

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