Musik zum Sonntag: The Lords – Poor Boy

In der heutigen Musik zum (Oster-) Sonntag habe ich eine deutsche Beatgruppe mit englischem Namen mitgebracht: The Lords – und der Hammer-Titel ‘Poor Boy’ – das ist die Musik meiner Jugend – auch wenn ich die erst viel später als bei der Veröffentlichung kennen gelernt habe.


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The Lords ist die ‘dienstälteste Rockband der Welt’, wie diese Webseite der Gruppe verrät. 60 Jahre auf der Bühne (on stage), das ist schon mal eine Ansage. Der Wikipedia entnehme ich, dass die Band ursprünglich aus Berlin, später aus Düsseldorf, auftrat. The Lords waren zwischen 1965 und 1969 mit englischsprachigen Songs in den deutschen Charts vertreten (gerade die Zeit, als ich zwar Musik zu hören begann, aber von den Eltern die Musik der Langhaarigen madig gemacht bekam). Zu den bekanntesten Stücken der Lords zählen Have a Drink On Me, Shakin’ All Over und Poor Boy.

Dabei war mir der Name der Gruppe lange kein wirklicher Begriff – bin diesbezüglich in der Jugend bis 1970 ein Noob gewesen – Musik kam im Radio oder Samstags in der Hitparade im Fernsehen, und war gut oder blöd, mehr gab es nicht zu wissen. Aber Poor Boy hatte man schon mal gehört und für gut befunden. Und dann gab es vor vielen Jahren ein Klassentreffen, wo ein Mitschüler mir erzählte ‘wir haben damals im Café Beat gehört, beispielsweise die Beatles und die Lords, aber Ulli ist ja schon tot’. Gut, das war eine Cli­que im Dorf, die da im Café abhing. Für mich, als jüngster in der Klasse, waren die 2 Kilometer Entfernung von unserem Hof zu weit und ich hatte mit 12/13 auch kein Geld, kein Interesse und keine Zeit für so was. Als ich dann den Titel hörte, war mir dieser aber aus den Zeiten bekannt.

Mit Ulli war übrigens Ulli Günther gemeint. Ulli Günther brach 1999 auf Grund einer Herzmuskelschwäche während eines Konzerts auf der Bühne zusammen und verstarb an einer Hirnblutung als Folge des Sturzes. Habe ich aber erst kürzlich genauer, in Vorbereitung auf diesen Artikel, recherchiert. Und so haben The Lords und Ulli Günther für mich – außerhalb ihrer Musik, ist halt der unvergleichliche Sound der 60er, posthum noch eine persönliche Note bekommen. Aber nun genug geschrieben – hier kommt Poor Boy von The Lords – viel Spaß beim Schwelgen in den Erinnerungen. Da wird man doch glatt um Jahrzehnte zurück gebeamt – oder?

(Quelle: YouTube)

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