Petunien-Komplementär

Rot-weiße PetunienblüteZur Wochenmitte noch ein Shortie: Bei einem Spaziergang ‚im Dorf‘ ist mir bei der lokalen Gärtnerei ein Rot-Weiß blühendes Petunien-Pärchen aufgefallen, dessen Blütenzeichnung komplementär zueinander waren. Musste ich natürlich sofort einige Fotos mit dem Smartphone schießen und heute einen kurzen Blog-Beitrag samt nutzlosem Wissen drüber machen.


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Es ist eine Blume, die mich wegen ihrer Blütenpracht immer wieder begeistert: Die Petunie. Diese Farben der Blüten, die die unterschiedlichen Züchtungen hervorbringen. Und dann der Duft einer solchen Petunienblüte. Dabei habe ich diese Pflanzenart bis vor kurzem nicht mal bewusst wahrgenommen – waren alles irgendwie Blumen, die in den Blumenkästen standen. Stinkende Geranien, Petunien, Begonien, Tagetes, wer kann das schon auseinander halten. Und essbar ist das Zeugs auch nicht.

Vom Petunien-Saulus zum -Paulus

Und dann saß ich beim Nachbarn auf der Terrasse. Hinter mir in einem Topf war eine ‚Blume‘ mit Blüten, deren Zeichnung mich begeisterte – und dann der Geruch der Blüten … die Nachbarin meinte: Ich habe die alleine wegen des Geruchs gepflanzt. Nachfolgendes Foto habe ich von dieser Pflanze per Handy geschossen.

Petunie
(Petunie)

Die Begegnung mit dieser Pflanze habe ich im Blog-Beitrag Petunien in Nachbars Garten verewigt. Die Blüten haben mich begeistert. Ab da wusste ich dann, das Petunien (Petunia) eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) sind, die in etwa 16 Arten in den gemäßigten bis subtropischen Gebieten Südamerikas vorkommen. Die Garten-Petunie (Petunia ×hybrida) ist eine aus mehreren Arten der Gattung erzeugte Hybride und zählt zu den wichtigsten Zierpflanzen.

Rot-weiß oder Weiß-rot

Das Petunien-Pärchen, dass vor unserer Gärtnerei in Kübeln wuchs, hatte aber etwas besonderes. Die Blütenzeichnung war in den Farben Rot und Weiß gehalten. Was mir aber ins Auge stach, war der Umstand, dass der Züchter es hinbekommen hatte, dass die Blütenzeichnung komplementär angelegt war. Das wird in den beiden nachfolgenden Fotos deutlich.

Petunie mit Weiß-roter Zeichnung

Petunie mit Zeichnung Rot-Weiß
(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken)


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Das hat doch schon was, oder? Und so könnte man sich auch mit Petunien rauf und runter befassen, dabei haben wir nicht mal Petunien im eigenen Garten. Aber ich habe ja das Privileg, in einer dörflichen Umgebung mit vielen (Vor-)Gärten leben zu dürfen. Wer mit offenen Augen durch die Straßen läuft, sieht dann eigentlich immer etwas, was sich lohnt, näher bewundert und fotografiert zu werden.

Nutzloses Wissen zur Petunie und zum Tabak

Die Gartenpetunie ist übrigens eine Kreuzung aus weiß und violett blühenden Pflanzen, die Züchtern im 19. Jahrhundert geglückt ist. Inzwischen gibt es Petunien in allen möglichen Farben, von Rot, Violett über Weiß bis Geld samt Farbkombinationen dieser Farben mit Weiß. Diese Seite gibt einige Tipps zum Thema Petunien. Dort habe ich gerade gelernt, dass das Wort Petun in der Sprache der Ureinwohner ‚Tabak‘ bedeutet. Petunien sind nämlich mit Tabakpflanzen verwandt.

Hätte ich jetzt nicht erwartet – sind mir Tabakpflanzen zumindest grob in Erinnerung, denn ich bin nicht weit vom Eifelstädtchen Wittlich aufgewachsen. Und ich erinnere mich daran, dass in Wittlich, in Nähe des Neuerburger-Kopfs, Tabakfelder waren. Da blühte es gänzlich anders, wenn man zufällig mal an den Feldern vorbei kam. Heute scheint es dort keinen Tabakanbau mehr zu geben – und der Neuerburger Kopf hat auch nicht mehr den hier gezeigten Bewuchs mit Weinstöcken am Südhang, sondern ist inzwischen komplett bewaldet, wie ich vor einigen Wochen bei einer Vorbeifahrt auf der Autobahn (da geht der Blick automatisch nach links oder rechts in Richtung Neuerburg, sobald die Wittlicher Senke erreicht ist) gesehen habe.

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