Musik zum Sonntag: Alan Stivell – Tri Martolod

Plattenspieler mit LP, Word Record Store DayLetzten Sonntag hatte ich ja in der Musik zum Sonntag The Foggy Dew – Ye Jacobites by Name, ein Irish Folk Rock-Stück, neu interpretiert durch eine deutsche Gruppe. Und das brachte mich zurück in die 73er – 79er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als Alan Stivell sein Debüt als junger Musiker im Bereich bretonische Volksmusik gab. Ich denke, auch wenn nicht jeder etwas mit Stivell anfangen kann, dürfte das Aha-Erlebnis spätestens bei der Lektüre meines nachfolgenden Texts kommen.


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Alan Stivell, so die Wikipedia, ist ein französischer Musiker und Sänger bretonischer Musik. Alan erlernte bereits als kleines Kind das Klavierspiel. Aber seine Prägung bekam er durch seinen Vater, der die erste Keltische Harfe der Neuzeit entwickelt. Dieses Instrument war über Jahrhunderte weder gebaut noch gespielt worden. Stivell begann diese Harfe ab dem Alter von 9 Jahren zu spielen, 1957 begann er die bretonische Sprache und das Dudelsackspielen zu erlernen. Seit seinen Auftritten, Ende der 60er Jahre ist er als als Harfenist und für seine Verbindung von Folk und Rockmusik in Form des bretonischen Folks bekannt.

In dieser Eigenschaft habe ich Alan Stivell in den 70er Jahren gehört und war eigentlich sofort begeistert. Kommen wir zum ‚kennen wir trotzdem nicht‘. Von Stivell wurde das alte bretonisch Lied Son ar chistr (Lied vom Cidre) bekannt – es stammt aus dem Album Reflets, 1970. Das Lied lässt sich auf YouTube  abrufen – und die Melodie dürfte einigen Lesern und Leserinnen bekannt sein.

Erinnert sich noch jemand an Was wollen wir trinken der holländischen Gruppe Boths aus dem Jahr 1981? Bots erlangten vor allem die Friedensbewegung Popularität, wobei dieser Artikel den damaligen Spagat zeichnet (die Plattenfirma EMI Electrola gehört zum Rüstungskonzern EMI Thorn). Ich meine mich auch zu erinnern, dass es juristischen Knatsch zwischen Stivell und den Boths wegen der nicht autorisierten Coverversion gab – wurde später aber beigelegt.

Dann gibt es noch Suite Sudarmoricaine, was Platz 1 in der französischen Hitparade erreichte. Das Stück ist hier abrufbar, gefällt mir aber nicht so. Ganze 48 Minuten mit den besten Stücken von Stivell gibt es hier.

Ich denke, dass ich Stivell so 1973 mit dem Titel Tri Martolod (Drei Matrosen), ein altes bretonisches Volkslied, erstmals gehört habe. Diesen Titel habe ich daher in der heutigen Musik mitgebracht. Im Video Tre martolod (Live-Aufnahme aus Deutschland) ist Stivell rechts an der bretonischen Harfe (ist mit Bronze-Saiten bespannt) zu sehen.

Die Studioversion von Platte lässt sich hier auf YouTube anhören. Musikalisch natürlich die bessere Variante, aber mich begeistern mehr die Live-Mitschnitte von Stivell, wie dieser hier auf YouTube (Festival des Vieilles Charrues 2000). Da kommt die Stimmung eines Festivals an einem heißen Sommerabend rüber – viel Spaß beim Hören und schwelgen in Erinnerungen an die 70er Jahre mit Schlaghosen, langen Haaren und die Zeiten, wo wir die Welt erstürmen (oder wenigstens eine Ausbildung, Abitur machen und studieren) wollten.

Plattenspieler mit LP, Word Record Store Day
(Plattenspieler mit LP, Quelle: Pexels/Pixabay CC0 Lizenz)


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